Freispruch für 59-jährigen Schweizer

Touristen verwechseln Finanzpolizei mit Entführern

Donnerstag, 18. Juni 2015 | 08:11 Uhr

Bozen – Der 59-jährige Schweizer Tourist Karl Baumgartner wurde Medienberichten zufolge am Bozner Landesgericht vom Vorwurf des Beamtenwiderstands freigesprochen. Der Mann war vor drei Jahren angezeigt worden, als er auf dem Weg nach Kaltern von drei Finanzpolizisten in Zivil aufgehalten worden war.

Damals kam es zu einer absurden Szene. Weil die Finanzpolizisten nur Italienisch sprachen und er kein Wort verstand, glaubte er, dass es sich um einen Raubüberfall handelte. Zufälligerweise war seine Schwester kurze Zeit vorher in Spanien von Männern überfallen worden, die sich als falsche Polizisten ausgegeben hatten.

Nach einer Reihe von Missverständnissen zwangen die Finanzpolizisten den Touristen in einen Wagen des Typs Alfa Romeo zu steigen. Da nicht erkennbar war, dass es sich um ein Dienstauto handelte, dachte die Frau des Schweizers, dass ihr Mann entführt werde.

Während die Frau unter Schock stand, konnte die Finanzpolizei in der Kaserne nichts Belastendes gegen den Mann finden.

Das Gericht kam nun Schluss, dass der 59-Jährige nicht erkennen konnte, dass es sich um echte Finanzpolizisten handelte. Deshalb wurde er freigesprochen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen