"Beispiel für falsch gesetzte Prioritäten"

Tunnel unter dem Stilfser Joch – M5S: “Keine Transparenz”

Mittwoch, 22. Juli 2015 | 17:03 Uhr

Stilfs – Wenn es um Projekte geht, die das Territorium grundlegend verändern sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass die Verwalter die Bürger mit einbeziehen und Entscheidungen transparent treffen. Dies erklärt die Fünf-Sterne-Bewegung in einer Aussendung.

„Dies ist hier aber nicht der Fall, ganz im Gegenteil! Ein Gesetzesvorschlag sieht vor, dass öffentliche Gelder einem bestimmten Haushaltskapitel zugeordnet werden (in unserem Fall handelt es sich um den Fond für Grenzgemeinden). Dabei geht es nicht darum, die Prioritäten des Ortes festzulegen sondern irgendwie das Geld auszugeben, das zur Verfügung steht. Der Tunnel unterhalb des Stilfser Jochs ist ein Beispiel für falsch gesetzte Prioritäten“, so der M5S.

Wenn es um das Thema Mobilität geht, höre man immer wieder, dass es für bestimmte Projekte kein Geld gibt. „Ein Beispiel hierfür? Kein Geld steht für die Umfahrung von Bozen oder das dritte Bahngleis ins Unterland, das eine Verbindung zwischen der Hauptstadt und dem Unterland ermöglichen würde, zur Verfügung. Um den Vinschgau und die Valtellina mit einem Tunnel zu verbinden, gibt es hingegen schon Gelder. Warum bloß? Die Landesregierung ist nicht einmal im Stande, zu erklären, ob es sich um einen Auto- oder Zugtunnel handelt. Dafür wurden bereits ein paar Millionen Euro für eine Studie zur Kosten- Nutzenanalyse des Tunnels ausgegeben und wir wissen gar nicht, worum es geht. Wäre es nicht besser, Techniker zu Rate zu ziehen, die vorab eine Analyse zum Nutzen des Projektes durchführen, bevor man eine derartige Summe ausgibt? Im Jahr 2001 wurde von der Gemeinde Bormio eine Studie zur Machbarkeit eines Straßentunnels durchgeführt, die 70 Millionen Lire kostete. Daraufhin hat man sich dazu entschlossen, das Projekt zu verwerfen“, so die Bewegung.

Von: ©mk