Bürgerliste wirft Schiefer Abwerbungsversuch von Peer vor

(Un)fairer Schiefer

Mittwoch, 29. April 2015 | 07:11 Uhr

Kurtatsch – In Kurtatsch wird gelegentlich gestichelt. So würde der Landtagsabgeordnete Oswald Schiefer die Polemik rund um Heidi Peer, die Bürgerliste und ein Angebot der SVP einordnen.

In einer Aussendung zeigte sich die Bürgerliste Kurtatsch vom Verhalten des Landtagsabgeordneten Oswald Schiefer kürzlich zutiefst enttäuscht

„Als wenige Tage vor Einreichen der Unterschriften feststand, dass Heidi Peer bei den Wahlen am 10. Mai auf der Liste der Bürgerliste für das Amt der Bürgermeisterin kandidieren würde, versuchte der Abgeordnete Schiefer, diese Kandidatur – und damit auch die Kandidatur der gesamten Bürgerliste zu verhindern“, schreibt Hansjörg Kofler, der vielen noch im Zusammenhang mit den Protesten um die Politikerpensionen bekannt sein dürfte.

„Es war für uns äußerst schwer, die acht Kandidatinnen und Kandidaten für eine Kandidatur zu gewinnen. Oswald Schiefer versuchte dennoch in einem Telefongespräch mit Heidi Peer, ihr die Kandidatur für die Bürgerliste auszureden. Stattdessen bot er ihr einen Platz auf der SVP-Liste an. Nachdem Heidi Peer nicht auf das Angebot eingehen wollte, versuchte es Schiefer noch über ihren Mann, ihr die Kandidatur auszureden“, so die Bürgerliste Kurtatsch, die von einem „unfairen Schiefer“ spricht.

Schiefer: "War fair"

Dieser entgegnet jedoch gegenüber Südtirol News, dass er Peer, als er vor eineinhalb Monaten an sie herangetreten ist, ein „faires Angebot“ unterbreitet habe. Alles sei nämlich ganz anders gewesen, als von der Bürgerliste Kurtatsch behauptet.

Er habe davon Wind bekommen, dass Peer eine Bürgerliste ins Leben rufen will und Schwierigkeiten bei der Kandidatensuche habe. Weil er Peer gut kenne und die ganze Sache in der Schwebe gewesen sei, habe er kurzerhand bei ihr angerufen und ihr angeboten, auf der SVP-Liste zu kandidieren. Dort seien kritische Geister erwünscht. Heidi Peer hat sich etwa im Kampf gegen Handymasten hervorgetan.

Doch die jetzt bei den Wahlen antretende Bürgerliste überzeugt dies nicht: „Für uns zeigt sich an diesem Beispiel, dass die SVP mit aller Macht verhindern wollte, dass eine zweite Liste bei den Wahlen antritt, nachdem sich die Süd-Tiroler Freiheit schon frustriert zurückgezogen hatte. Wie aber wollen den Kurtatschern eine Alternative anbieten.

Von: ©lu

Bezirk: Überetsch/Unterland