Entwarnung: Bevölkerung war nicht durch Rauch gefährdet

Vahrn: 150 Wehrmänner stellen sich Flammenmeer

Samstag, 18. Juli 2015 | 17:53 Uhr

Vahrn – Anlässlich einer Pressekonferenz hat am Samstagnachmittag der Feuerwehreinsatzleiter, Alexander Mair, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Vahrn, Informationen zum Brandeinsatz beim Unternehmen „Dolar“ in der Handwerkerzone Nr. 52 in Vahrn gegeben.

Der Brand konnte in der Zwischenzeit unter Kontrolle gebracht werden, die Löscharbeiten haben sich als äußerst schwierig erwiesen, da erstens eine bestimmte Menge an Kunststoffen Feuer gefangen hatte und dieses Feuer sich in Zwischenräumen ausgebreitet hatte. 

Ein Löschangriff wurde erst wirksam, sobald die Feuerwehren mit den Einsatz von Drehleitern das Dach geöffnet und den Brand mit Schaum erstickt haben. Derzeit sind die Wehrmänner dabei, mit Innenangriffen die letzten Brandstellen abzulöschen.

Schwarzer Rauch: Techniker gibt Entwarnung

Das Feuer entwickelte starken, weithin sichtbaren dichten Rauch. Der Techniker der Umweltagentur, Dr. Christian Bachmann, hat während des Einsatzes Luftproben entnommen, um in einem zweiten Moment auch über gesicherte Messdaten zu den Luftwerten zu verfügen.

Er konnte aber Entwarnung geben, was die Gefährlichkeit des Brandrauches anbelangt, da zur Zeit des Brandes kein starkes Windaufkommen zu verzeichnen war und so die Rauchsäule vertikal in die Höhe stieg. Dadurch hat sich der Rauch sehr stark verdünnt und es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung in der näheren Umgebung, heißt es vonseiten der Berufsfeuerwehr Bozen.

Wegen der starken Rauchentwicklung haben zwar mehrere besorgte Bürger bei der Landesnotrufzentrale angerufen, aber keiner klagte über gesundheitliche Probleme.

150 Mann im Einsatz

Am Einsatz waren folgende Wehren mit insgesamt 150 Einsatzkräften beteiligt: die Freiwilligen Feuerwehren von Vahrn, Neustift, Brixen, Milland, Schalders Klausen sowie die Berufsfeuerwehr Bozen.

Auch eine Funkstreife der Carabinieri und ein Rettungswagen des Weißen Kreuzes waren vor Ort in Bereitschaft.

Brandursache noch unklar

Über die Brandursache könne zu diesem Zeitpunkt noch keine genaue Angabe gemacht werden, so die Einsatzkräfte auf der Pressekonferenz. In den nächsten Tagen werden weitere Untersuchungen folgen.

BISHER (Brand in Kunststofffabrik bei Vahrn gelöscht)

In der Handwerkerzone in Vahrn ist heute Vormittag gegen 11.00 Uhr ein Brand ausgebrochen, der großen Sachschaden angerichtet hat. Die Feuerwehren von Vahrn und Neustift waren als Erste vor Ort, um mit den Löscharbeiten zu beginnen. Gegen 14.30 Uhr rückte die Freiwillige Feuerwehr aus Brixen zur Verstärkung an.

Ersten Informationen zufolge soll das Feuer in einem Gebäude der Kunststoffspritzerei „Dolar“ ausgebrochen sein.

Aufgrund der dort befindlichen Kunststoffmaterialien besteht die Sorge, dass giftige Substanzen in die Luft gelangt sind. Dies ist allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesichert. Die Umweltagentur führt diesbezüglich Messungen durch. 

Auch die Ursache des Brandes liegt noch im Dunkeln. Verletzte soll es  glücklicherweise keine geben. 

Von: ©lu

Bezirk: Eisacktal