Rettungswagen kam zu spät

Verspäteter Einsatz: Freispruch für Notruf-Mitarbeiter

Montag, 27. April 2015 | 22:47 Uhr

Bozen – Die drei Mitarbeiter der Landesnotrufzentrale, denen Amtsunterlassung vorgeworfen wurde, weil sie vermutlich einen Rettungswagen zu spät losgeschickt hatten, wurden am Bozner Landesgericht freigesprochen.

Laut Medienberichten hat eine Patientin im Endstadium einer Krankheit die Notrufzentrale verständigt und erklärt, dass ihr Gesundheitszustand kritisch sei. Weil die Frau bereits vorher mehrmals einen Rettungswagen angefordert, sich aber dann gegen eine Einlieferung ins Krankenhaus gewehrt hatte, stuften die Mitarbeiter des Notrufs am Tag des Unglücks den Anruf der Frau nicht als dringend ein.

Dabei unterschätzten sie allerdings die Situation. Laut Auffassung des Gerichts hätten die Mitarbeiter aber keine Möglichkeit gehabt, sich über den effektiven Gesundheitszustand der Frau im Klaren zu sein.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen