Bagger wurde über die Böschung des Feldweges geschleudert

Vinschgau: Schrecksekunden in Gondel

Dienstag, 21. Juli 2015 | 12:00 Uhr

Latsch/St. Martin – Einen großen Schreckmoment erlebten insgesamt 20 Passagiere der Seilbahn Latsch-St. Martin im Kofel, wie das Tagblatt Dolomiten berichtet. Eine Baggerschaufel hat die Gondel gestreift. Glücklicherweise kam es zu keinen schlimmen Folgen. Die Seilbahn steht seit dem Unfall allerdings still.

Der Vorfall hat sich bereits am Freitagnachmittag kurz nach 14.00 Uhr ereignet, als sich eine Gondel der Seilbahn gerade von der Bergstation aus in Richtung Tal in Bewegung gesetzt hat. Genau unterhalb der Seilbahn wurde an der Verbesserung eines Feldweges gearbeitet. Plötzlich berührte der Schaufelarm des Baggers den Unterboden der rund sechs Meter darüber vorbeifahrenden Gondel.

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Sekunden nach dem Start. Die Seilbahn habe daraufhin wie vorgesehen gestoppt, erklärt der Latscher Bürgermeister Helmut Fischer gegenüber den „Dolomiten“. Der Bagger wurde unterdessen über die Böschung des Feldweges geschleudert.

Ein Seilbahnmitarbeiter der Bergstation habe sich dann laut Fischer zur Gondel gehangelt und mit den Passagieren Kontakt aufgenommen. Anschließend entschied man sich, die Gondel wieder zur Bergstation zurückzufahren – auch, weil sich ein Gewitter angebahnt habe und eine Bergung mit Bergrettung und Hubschrauber unter Umständen nur nach dem Unwetter möglich gewesen wäre.

Zusätzlich soll dann auch noch ein Blitzschlag das Videoüberwachungssystem der Bahn lahm gelegt haben. Wirklich schlimme Folgen gab es glücklicherweise jedoch nicht. Lediglich zwei Personen sollen leicht verletzt worden sein.

Fischer erklärt laut „Dolomiten“, dass die Sicherheitsmechanismen der Bahn an und für sich gegriffen hätten und für die Arbeiten am Feldweg eine Genehmigung vorliege. Nun läuft die Untersuchung der Carabinieri und der Techniker. Die Seilbahn bleibt vorläufig außer Betrieb.

Von: ©mk

Bezirk: Vinschgau