Viele wurden nicht gemeldet

Weiter viele Einbrüche im Unterland und Überetsch

Samstag, 25. April 2015 | 08:13 Uhr

Bozen – Die Einbruchswelle im Unterland und Überetsch ist nach wie vor nicht abgeebbt.

In Tramin und Kaltern kam es in den letzten Wochen erneut zu zahlreichen Einbrüchen, wobei viele davon nicht den Ordnungshütern gemeldet wurden.

Die Bewegung Süd-Tiroler Freiheit fordert die Landesregierung deshalb dazu auf, „sich dem Thema energischer zu stellen, anstatt es kleinzureden.“

Bei der letzten Landtagssitzung wurde ein Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit zur regelmäßigen Abhaltung eines Sicherheitsgipfels, sowie für eine finanzielle Unterstützung für Bürger beim Ankauf von Sicherheitsmaterialien, von der Mehrheit abgelehnt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher begründete die Ablehnung damit, dass Südtirol kein akutes Sicherheitsproblem habe und der Antrag nur Öl ins Feuer gießen würde.

„Für die Bevölkerung ist dies ein weiteres Signal dafür, dass die Landesregierung nicht gewillt ist, sich ernsthaft dem Thema zu stellen“, so Stefan Zelger von der Bewegung im Unterland und Überetsch.

„Ob die Bedrohungslage akut ist oder nicht, mag zum Teil im Auge des Betrachters liegen.“ Gewiss sei aber, dass sich viele Bürger nicht mehr sicher fühlen und die Politik dem Rechnung tragen müsse, ergänzt Thaler, der glaubt, dass jetzt Handlungsbedarf besteht.

Was gegen Langfinger hilft:

Optimalen Schutz fängt mit sicherheitsbewusstem Verhalten an: Dies kostet auch kein Geld!

  • Wenn Sie ihr Haus verlassen, ist es erforderlich die Haustür abzuschließen
  • Verschließen Sie immer auch Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Ein gekipptes Fenster wirkt auf Einbrecher wie eine Einladung.
  • Der Hausschlüssel sollte niemals draußen versteckt werden. Einbrecher finden jedes Versteck.
  • Bei Verlust des Hausschlüssels empfiehlt es sich, das Schloss zu wechseln.
  • Außerdem sollten Sie auf Fremde achten und bei verdächtigen Beobachtungen umgehend die Ordnungshüter verständigen.
  • Wenn Sie in den Urlaub fahren, sollten Sie dies nicht auf Facebook oder ihrem Anrufbeantworter ankündigen und jemanden mit der Entleerung des Briefkastens beauftragen.
  • Lassen Sie bei Abwesenheit ein Licht brennen.
  • Ein Hund ist eine natürliche Alarmanlage.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen, Überetsch/Unterland