Anonymes Schreiben an den Bürgermeister

Widerstand gegen Erotik-Event in Lana – VIDEO

Donnerstag, 17. September 2015 | 11:13 Uhr

Lana – Im „Exclusiv Club“ in Lana soll vom 6. bis 8. November der dreitägige Erotik-Event „EXSEX“ über die Bühne gehen. Doch dagegen regt sich nun Widerstand und es meldet sich eigens ein Bürgerkomitee in einem anonymen Schreiben an Bürgermeister Harald Stauder zu Wort. Man wolle sich für den Schutz und die Wahrung der öffentlichen Moral einsetzen, heißt es in dem Brief.

Hier geht es zum Video (Südtirol Heute)

Wer hinter dem Bürgerkomitee steckt, ist nicht bekannt. Eigenen Angaben zufolge handelt es sich um rund 50 Familien, die im Umkreis des Lokals wohnen. Unterdessen wird im Internet „EXSEX“ als der erste große Erotik-Event in Südtirol mit all seinen erotischen Facetten beworben.

Als Protest wurden Kundgebungen vor dem Rathaus und dem Lokal in Lana angekündigt. Doch die Gemeindeverwaltung ist machtlos.

Clubchef Georg Sanin kann die Aufregung nicht verstehen, da es sich um eine Erotikmesse, wie es sie auch in Bergamo oder Innsbruck gebe, handle. Personen unter 18 Jahren hätten keinen Zutritt. Die Lizenz des Clubs, die das Land ausgestellt hat, ermögliche es ihm, eine solche Veranstaltung abzuhalten, ohne dafür eine eigene Genehmigung beim Land oder bei der Gemeindeverwaltung einholen zu müssen.

Kritik habe sich Sanin zwar erwartet, er will sich aber keineswegs abhalten lassen, den Event über die Bühne zu bringen. Alles, was geboten wird, bewege sich im gesetzlichen Rahmen. Außerdem ernte er auch viel Zuspruch.

Bürgermeister Harald Stauder
hat keine Freude mit dieser Erotikmesse. Man informiert worden, aber die Gemeindeverwaltung habe keine rechtliche Handhabe. Man wolle die Veranstaltung aber nicht fördern, betont Stauder. Zudem werde er diese Erotikmesse sicher nicht besuchen.

Erste Publikationen über diese Veranstaltung würden ihm eher vulgär und entwürdigend erscheinen. Kein Verständnis zeigt der Bürgermeister aber auf auch für die Ankündigung des Bürgerkomitees, eine Kundgebung vor dem Rathaus abzuhalten. Die richtige Adresse für eine solche Demonstration sei seiner Ansicht nach nämlich jene der Landesverwaltung.

Von: ©mk