Erwerb des Schlernhaus noch offen

Wie geht es mit den Schutzhütten weiter?

Montag, 27. April 2015 | 08:15 Uhr

Bozen – Nach den heftigen Diskussionen vor einigen Jahren bezüglich der Vergabe, den Verkauf und die Instandhaltung der einzelnen Schutzhütten, scheint sich nun ein neues Kapitel zu öffnen. Bis auf Weiteres gilt seitens des AVS und des CAI anscheinend eine Schweigepflicht. Bekannt ist lediglich, dass die Schutzhütten nicht mehr im Block ausgeschrieben werden, sondern dass sich am Wettbewerb die einzelnen Pächter beteiligen können. Der Umstand, dass sich im vergangen Jahr AVS und CAI unter den vorgegeben Auflagen geweigert haben, ein Angebot zu unterbreiten, hat nun das Land bewogen, nach einem neuen Weg zu suchen. Der Freiheitliche Fraktionssprecher im Südtiroler Landtag, Pius Leitner, erkundigte sich über diesen neuen Weg mittels einer Anfrage.
 
„Nach heftigen Diskussionen bezüglich der architektonischen Gestaltung der Schwarzensteinhütte, der Edelrauthütte und der Weißkugelhütte, nach der geplanten Block-Ausschreibung der Konzessionen für die im Jahr 1999 ans Land übergegangen 25 Schutzhütten, soll ein neuer Weg eingeschlagen werden“, hält der Freiheitliche Fraktionssprecher einleitend fest. „Die Landesverwaltung will in Kürze das Verfahren für die Vergabe der einzelnen Lose einleiten, da es Gespräche mit den in Südtirol aktiven alpinen Vereinigen gegeben habe, mit dem Ziel eine Zusammenarbeit in die Wege zu leiten“, informiert Leitner.
 
„Anstatt sich für die Führung der einzelnen Hütten zu bewerben, könnten die Vereine direkt in die Ausarbeitung des Ausschreibungstexte – die unter anderem den Qualitätsstandard der Dienstleistungen vorgeben – eingebunden werden“, entnimmt der Freiheitliche Abgeordnete aus dem ihm vorliegenden Informationen. „Darunter fällt auch die Überwachung des über den festgelegten Mehrjahreszeitraum erbrachten Schutzhüttendienstes“, informiert Pius Leitner.
 
„Mit dem neuen Kapitel in der Ausschreibung und Vergabe der Schutzhütten soll der langjährigen Erfahrung der Vereine Rechnung getragen werden“, erklärt Leitner und stützt sich dabei auf die Antwort des Landeshauptmannes. „Es sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die einen sorgfältigen und nachhaltigen Schutzhüttenbetrieb schaffen. Nun gilt es an der Umsetzung dieses Vorhabens weiterzuarbeiten und den eingeschlagenen Weg zu verfolgen“, hält der Abgeordnete fest.
 
„Für den Erwerb des Schlernhauses sind bis zum heutigen Zeitpunkt leider noch keine Gespräche im Gang, aber das Thema soll demnächst behandelt werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Landesverwaltung mit stichhaltigen Argumenten das Gespräch sucht und eine Lösung herbeiführt“, so Leitner abschließend.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen