Bettelverbot in St. Lorenzen - hds Bruneck zeigt sich besorgt

Wird Bruneck bald von Bettelbanden überrollt?

Dienstag, 07. Juli 2015 | 11:59 Uhr

Bruneck – Mit der Anordnung Nr. 28/2015 des Bürgermeisters von St. Lorenzen wurde vor Kurzem auf Gemeindegebiet ein Bettelverbot erlassen. Der Brunecker Ortsausschuss des hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol weist diesbezüglich auf die untragbare Situation in der Rienzstadt hin. „Die Situation mit den Bettlern hat sich in Bruneck verschlechtert. Bereits heute ist ein Durchkommen in der Stadtgasse unmöglich, ohne dass die vielen Passanten, Gäste und Kunden von Bettlern angesprochen werden“, betont hds-Ortsobmann Daniel Schönhuber.

Für Probleme und Unbehagen sorge dabei vor allem die aufdringliche und zum Teil aggressive Bettelei. „Die Bettler schrecken vor nichts zurück, und kommen des Öfteren direkt in Geschäfte und Gastbetriebe“, beschreibt Schönhuber die derzeitige Situation. Der hds fordert nun von der Gemeindeverwaltung verstärkten Einsatz in Sachen Bettelverbot. Auch in Bozen seien nun vonseiten der Gemeinde verstärkte Maßnahmen getroffen worden, wobei die bestehende Bestimmung wesentlich verschärft wurde. U.a. sei das Betteln nicht mehr nur vor Gastlokalen und Restaurants ausdrücklich verboten, sondern auch drei Meter vor Geschäften.

„Unser Appell geht somit an den Bürgermeister für eine tiefgreifendere Anordnung und für ein konsequenteres Vorgehen der Stadtpolizei gegen die Bettelei, damit die Stadt nicht durch das jüngste Verbot in St. Lorenzen von den Bettelbanden überrollt wird“, betont der hds-Ortsobmann. Der Aufruf gehe aber auch abschließend an die Bevölkerung: „Wir laden alle Bürger ein, kein Almosen den Bettlern auf Straßen und öffentlichen Plätzen zu geben, sondern den bedürftigen Menschen vielmehr durch die vorgesehenen Einrichtungen und Vereine zu helfen“, so Schönhuber.

Von: ©lu

Bezirk: Pustertal