Zuletzt wenig gute Nachrichten vom Wobi

Wobi-Direktor wird wohl ausgemustert

Donnerstag, 09. April 2015 | 12:03 Uhr

Bozen – Wobi-Direktor Franz Stimpfl dürfte laut einem Bericht des Tagblatts Dolomiten zwei Jahre vor seiner Pensionierung ausgemustert werden. Stimpfl steht dem Wohnbauinstitut seit 18 Jahren als Direktor vor. Angeheuert wurde er damals von Rosa Franzelin.

Dass ihn der Verwaltungsrat unter Präsident Heiner Schweigkofler verlängert, glaubt nicht einmal Stimpfl selbst. Die alte Garde müsse überall gehen, so sein Kommentar.

Laut dem Bericht soll sich die Ablöse abgezeichnet haben: Statt für übliche drei Jahre wurde Stimpfl im Vorjahr nur auf ein Jahr zum Direktor bestellt. Parallel hat der Verwaltungsrat sein Salär von 127.844 Euro im Jahr 2012 und 125.564 Euro im Jahr 2013 um 10.000 Euro gekürzt.

Zuletzt gab es wenig gute Nachrichten vom Wohnbauinstitut: zuerst der Korruptionsskandal, dann die Nachricht von rund 700 Wohnungen, die leer stehen.

In den letzten Tagen erreichte ein Brief der mächtigen Meraner Baulöwen Volcan, Unterberger und Pohl das Wobi. Es geht um 50 Wohnungen für den Mittelstand in Untermais, welche die Bietergemeinschaft um rund 13 Millionen Euro errichtet hat.

Wegen der fehlenden Übernahme vonseiten des Wobi stehen sie seit Herbst leer. Von einer Einigung wird beim Wobi ausgegangen, auf den Mehrkosten durch die Verzögerung dürfte das Institut aber sitzen bleiben. Laut den „Dolomiten“ ist bestätigt, dass das Wobi es versäumt hat, von der Bietergemeinschaft eine Bankgarantie über vier Millionen Euro einzufordern.

Das soll von den Leitungsgremien des Wohnbauinstituts nicht positiv aufgenommen worden sein.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen