Entscheidung des Bozner Landesgerichts

WOBI-Skandal: Grando zu drei Jahren Haft verurteilt

Montag, 22. Juni 2015 | 19:15 Uhr

Bozen – Zu drei Jahren Haft wurde Stefano Grando am Bozner Landesgericht verurteilt. Gleichzeitig wurde der ehemalige Funktionär des Wohnbauinstitutes von seinem Arbeitsplatz entlassen. Somit findet Medienberichten zufolge der WOBI-Skandal in Südtirol ein Ende.

Grando war vor fünf Jahren verhaftet worden. Laut Anklage soll er die Beziehungen zwischen dem Institut und einigen Handwerkern, die für die Instandhaltung der Immobilien beauftragt worden waren, geregelt haben. Ihm wurde Korruption vorgeworfen. Die anderen Angeklagten in der Affäre hatten im Vorfeld einen gerichtlichen Vergleich abgeschlossen.

Das Gericht ist mit dem Ausmaß der Haftstrafe der Forderung der Staatsanwaltschaft nachgekommen. Grando darf außerdem kein öffentliches Amt mehr übernehmen und auch als Privatmann keine Handelsbeziehung mit der öffentlichen Verwaltung eingehen.

Grando war seit mehreren Jahren suspendiert und erhielt 600 Euro im Monat. Nun hat das Gericht die Beendigung des Arbeitsverhältnisses veranlasst. Außerdem wurden die Akten dem Rechnungshof weitergeleitet, um zu prüfen, ob der öffentlichen Hand ein Schaden entstanden ist.

Arcadio Stimpfl
, der Inhaber einer Gärtnerei, wurde hingegen freigesprochen. Er war mit der Pflege von Grünanlagen des Wohnbauinstitutes beauftragt worden.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen