Bestechung über Umwege

Wobi-Skandal: Sanin zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt

Donnerstag, 02. April 2015 | 12:10 Uhr

Bozen – Fünf Jahre, nachdem der Wobi-Skandal ans Licht kam, hat für Hugo Sanin das gerichtliche Nachspiel ein Ende gefunden.

Der Wobi-Beamte wurde am Bozner Landesgericht zu einer bedingten Haftstrafe von einem Jahr verurteilt, berichtet das Tagblatt Dolomiten.

Die Verfahren gegen Stefano Grando, den Ex-Direktor des Wobi-Mieterservice und den Unternehmer Arcadio Stimpfl sind hingegen noch anhängig.

Staatsanwalt Axel Bisignano hatte Sanin zur Last gelegt, bei der Auftragsvergabe für Arbeiten, in mehreren Fällen von Unternehmern Geld erhalten zu haben. Sanins Anwalt Francesco Coran hatte das Hauptverfahren gewählt, um für seinen Mandanten einen Freispruch zu erkämpfen.

Gestern wurde die Anklage von Bestechung auf Bestechung über Umwege (corruzione impropria) herabgesetzt.

Laut den Vorhaltungen soll Sanin 2008 eine Firma mehrfach bevorzugt und überhöhte Rechnungen ausbezahlt haben. Dafür soll er 1.300 Euro erhalten haben.

Sanin darf nach dem Urteil ein Jahr lang keine öffentlichen Ämter bekleiden.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen