"Südtiroler fühlen sich sträflich vernachlässigt"

Wohngeld: Nehmen Kürzungen und Streichungen zu?

Donnerstag, 25. Juni 2015 | 16:06 Uhr

Bozen – Laut den Freiheitlichen verdeckt die Debatte um die Flüchtlinge derzeit ein akutes Problem, mit dem sich viele Südtiroler auseinandersetzen müssen.

In letzter Zeit häuften sich die Kürzungen und Streichungen beim Wohngeld bzw. bei den Mietzuschüssen, obwohl sich am Besitz und Einkommen nichts geändert hat. Dabei gebe es weder Vorwarnungen noch Informationen, sondern die Bürger werden ganz einfach überrascht und vor vollendete Tatsachen gestellt, so Pius Leitner.

„Familien und Einzelpersonen haben ein Problem, wenn sie Mietverträge einhalten müssen und wenn ihnen von einem Tag auf den anderen jener Beitrag gestrichen wird, mit dem sie gerechnet haben und aufgrund dessen sie überhaupt erst einen Mietvertrag abgeschlossen haben. Wenn sie dann noch mit ansehen müssen, dass beim Wohngeld die Nicht-EU-Bürger, die teilweise keinen Cent in die öffentlichen Kassen eingezahlt haben, die eigentlichen Nutznießer sind, darf man sich über den Unmut nicht wundern“, erläutert der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, in einer Aussendung.

Leitner kündigt eine Landtagsanfrage an, um in Erfahrung zu bringen, wie vielen Personen in den letzten beiden Jahren das Wohngeld bzw. der Mietbeitrag gestrichen oder gekürzt wurde.

Außerdem wollen die Freiheitlichen wissen, warum die Mieter über die Änderungen nicht informiert wurden und ob es stimmt, dass das WOBI älteren Personen nahelegt, größere Institutswohnung mit kleineren zu tauschen, weil Bedarf an größeren Wohnungen für ausländische Familien besteht.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen