Landesrat sowie Vertreter der Landesabteilung Wohnbau und der Gewerkschaften

Wohnungssanierungen: Steuervorschüsse auch für Mehrfamilienhäuser in Sicht

Dienstag, 08. September 2015 | 18:50 Uhr

Bozen – Nach dem Erfolg der Steuervorschüsse des Landes auf die vom Staat vorgesehenen Steuergutschriften für die Sanierung von Erstwohnungen soll nun die Möglichkeit überprüft werden, dieses Modell auch auf Mehrfamilienhäuser auszudehnen. Dies war das Thema des heutigen Treffens zwischen Bautenlandesrat Christian Tommasini und den Vertretern der Gewerkschaften. 

Seit 1. Juli 2014 springt das Land bei der Sanierung von privaten Erstwohnungen mit einem speziellen Vorschuss auf die Steuergutschriften ein. Damit die Wohnungs-Sanierer diese Summe aber nicht vorstrecken müssen, stellt das Land finanzielle Hilfe bereit. Wer saniert, kann um ein zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren und zur Deckung von 50 Prozent der angefallenen oder anfallenden Kosten für die Sanierung ansuchen. Mit der finanziellen Abwicklung wurde die Inhouse-Gesellschaft Südtirol Finance AG betraut. Bisher wurden bereits 800 Anfragen eingereicht und insgesamt 25 Millionen Euro dafür vorgesehen.

"Es ist ein Erfolgsmodell, das gut funktioniert", erklärte Landesrat Christian Tommasini heute (8. September) bei dem Treffen mit den Vertretern der Gewerkschaften, bei dem es vor allem auch um die Unterstützung des in Südtriol stark in Krise geratenen Bausektors ging. "Durch den Vorschuss sind Anreize geschaffen worden, dass nun viele Bürger ihre Wohnung sanieren und gleichzeitig sind viele Aufträge an Handwerksbetriebe erteilt worden", so Landesrat Tommasini.

Alle bürokratischen Aufgaben, wie die Bearbeitung der Ansuchen, Überprüfung der Voraussetzungen und Berechnung der Beitragshöhe obliegen dem Landesamt für Wohnbau. Dieses dokumentiert zudem die Auszahlungen und setzt den Kreditvertrag für die Beitragsempfänger auf.

Nun soll überprüft werden, ob dieses Modell der Finanzierung auch bei Sanierungen von Mehrfamilienhäusern (Kondominien) angewandt werden kann. Die Vertreter der Gewerkschaften haben beim heutigen Treffen mit Landesrat Christian Tommasini vereinbart, in den nächsten Wochen eine Arbeitsgruppe zu bilden, welche die verschiedenen Aspekte im Detail überprüfen wird.

Von: ©ka