Spritzmittel im Verdacht

Wuchsstörung: Schadenersatz für Weinbauern?

Sonntag, 12. Juli 2015 | 09:11 Uhr

Bozen – In Südtirols Rebanlagen soll ein Spritzmittel große Schäden angerichtet und bei Chardonnay und Sauvignon für Ernteausfälle bis zu 80 Prozent gesorgt haben. Die betroffenen Weinbauern hoffen nun auf Schadenersatz.  

Das Fungizid steht im Verdacht, Wuchsstörungen bei Weinreben auszulösen. Der Hersteller hat jetzt laut der Sonntagszeitung „Zett“ einen Verkaufsstopp in Deutschland, Österreich und der Schweiz verhängt. In Südtirol steht es aber weiterhin in den Regalen.

Hansjörg Hafner, der Leiter der Abteilung Weinbau im Beratungsring, erklärt, dass man die Entwicklung im Auge behalten und im Falle von Schadenersatzzahlungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich aktiv werden will.

Voraussetzung dazu sei aber eine Bestätigung des Herstellers, dass das Mittel tatsächlich fehlerhaft ist. Der Zusammenhang zwischen den Wuchsschäden und dem Mittel sei zwar wahrscheinlich, aber nicht erwiesen.

Der Beratungsring versucht laut der „Zett“ derzeit, eine eigene chemische Prüfung voranzutreiben. Ein definitives Ergebnis dazu soll Ende Juli feststehen.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen