Sie soll eine ältere Frau misshandelt haben

Zweieinhalb Jahre Haft für Pflegehelferin

Donnerstag, 09. April 2015 | 08:58 Uhr

Bozen – Das Berufungsgericht in Bozen hat die zweieinhalbjährige Haftstrafe für die moldawische Pflegehelferin Lydia Cebotari (56 Jahre) bestätigt. Die Frau landete im Jahr 2013 im Gefängnis, nachdem ihr vorgeworfen worden war, eine ältere Boznerin, die sich in ihrer Obhut befand, misshandelt zu haben.

Wie die Tageszeitung Alto Adige berichtet, handelte es sich um ein verkürztes Verfahren. Auch im Berufungsverfahren erachteten die Richter die Entschädigungssumme, die vereinbart worden war, als unzureichend, um mildernde Umstände geltend zu machen, wodurch die Haftstrafe verkürzt würde.

Damit wurde die Haftstrafe aufgrund des verkürzten Verfahrens lediglich um ein Drittel reduziert. Um die Pflegehelferin zu überführen, hatte die Polizei in der Wohnung der Seniorin versteckte Kameras angebracht. Weil die Haftstrafe länger als zwei Jahre dauert, kann sie nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

Nun wird voraussichtlich das Kassationsgericht mit der Angelegenheit befasst. Sollte der Rekurs abgeschmettert werden, muss die Frau den Sozialdienst antreten, um einer Haftstrafe im Gefängnis zu entgehen.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen