Wieder 2.500 Blitzentladungen

Zweite Gewitterfront sorgt für Feuerwehreinsätze

Donnerstag, 09. Juli 2015 | 08:25 Uhr

Bozen – Am Mittwochnachmittag ist eine zweite Gewitterfront über Südtirol gezogen.

In der Meraner Gegend hat es durch die starken Regenfälle erneut mehrere Feuerwehreinsätze gegeben.

In Vellau mussten die Wehrleute einen umgestürzten Baum neben dem Sessellift entfernen.

Hagel wurde aus dem Eisacktal gemeldet, wo die Feuerwehren ebenfalls in zahlreichen Orten wegen umgestürzter Bäume, überschwemmter Keller und Garagen im Einsatz standen. Auch verstopfte Abwasserleitungen mussten Medienberichten zufolge freigelegt werden.

Nördlich von Waidbruck ging eine Mure auf die Staatsstraße ab. Die Feuerwehren von Klausen und Barbian räumten gemeinsam mit dem Straßendienst das Material von der Fahrbahn und führten Sicherungsarbeiten durch. In der Folge kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Nach den 5.000 Blitzen in der Nacht auf Mittwoch wurden gestern Nachmittag erneut 2.500 Blitzentladungen in Südtirol registriert.

BISHER (Kleine Mure und überschwemmtes Haus)

Nach der drückenden Hitze der vergangenen Tage haben in der Nacht teils kräftige Gewitter für eine Abkühlung gesorgt. Besonders heftig waren die Gewitter vom Sarntal bis Brixen.

Allein im Sarntal wurden vom Landeswetterdienst 2.500 Blitze verzeichnet und in Pens im Sarntal sind in eineinhalb Stunden 55 Millimeter Regen gefallen.

Insgesamt zählte der Landeswetterdienst 5.000 Blitze in der Nacht.

Schäden in Durnholz und St. Andrä

Doch nicht überall verliefen die Unwetter ohne Folgen: So ist in Durnholz bei Sarntal laut Medienberichten ein Bach über die Ufer getreten. Die Landesstraße wurde dadurch zum Teil vermurt und musste von den Freiwilligen Freiwilligen Feuerwehren Reinswald und Astfeld gemeinsam mit dem Landesstraßendienst noch in der Nacht wieder freigeräumt werden.

In St. Andrä bei Brixen schwoll durch den heftigen Regen ebenfalls ein Bach so stark an, dass er über die Ufer trat und ein Wohnhaus teilweise überschwemmte.

Wie geht es mit dem Wetter weiter?

Das hochsommerliche Wetter legt heute eine Pause ein. Den ganzen Tag über wird es wechselhaft sein und immer wieder Gewitter geben. Die Feuerwehren im Land sind deshalb in Alarmbereitschaft.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen