Das Festival läuft bis zum 13. August

69. Filmfestival Locarno: Eröffnung mit Star-Glanz

Mittwoch, 03. August 2016 | 23:10 Uhr

Das 69. Internationale Filmfestival von Locarno (3.-13. August) ist am Mittwochabend mit der Uraufführung des englischen Science-Fiction-Thrillers “The Girl with All the Gifts” eröffnet worden. Fast 9000 Zuschauer kamen zur Gala unterm Sternenzelt auf die Piazza Grande von Locarno.

Hauptdarsteller der außer Konkurrenz gezeigten Roman-Adaption um eine Zukunft in Angst und Schrecken sind die Engländerin Gemma Arterton (“Ein Quantum Trost”) und die US-Amerikanerin Glenn Close (“Das Geisterhaus”).

Carlo Chatrian, der künstlerische Leiter des Festivals am schweizerischen Ufer des malerischen Lago Maggiore, sieht den düsteren Film des im Kino noch weitgehend unbekannten schottischen Regisseurs Colm McCarthy als typisch für diesen Festivaljahrgang an. Dazu sagte er der Deutschen Presse-Agentur: “Ein Regisseur, der seine ersten Schritte im Kino unternimmt, verbindet künstlerischen Anspruch, Gesellschaftskritik und Unterhaltung. Damit passt er perfekt nach Locarno.”

Gemma Arterton präsentierte den Film persönlich in Locarno auf der Piazza Grande. Ihrem Image einer der erotischsten Schauspielerinnen unserer Zeit entsprechend, trat sie in einem recht gewagten fleischfarbenen Abendkleid vor das Publikum. Für Glamour sorgte auch Bill Pullman (62). Der im Kino gerade als Ex-US-Präsident in Roland Emmerichs “Independence Day: Wiederkehr” erfolgreiche Schauspieler wurde mit einem Excellence Award Moët & Chandon geehrt.

Im “Concorso Internazionale”, dem zentralen Wettbewerb des Festivals, geht es nicht um Glamouröses. Hier, so Carlo Chatrian, dominieren “kritische Gesellschaftsbilder”. 17 Filme aus aller Welt bewerben sich um den begehrten Hauptpreis, den Goldenen Leoparden. Aus Deutschland dabei sind “Der traumhafte Weg” der deutschen Regisseurin Angela Schanelec, die deutsch-schweizerische Koproduktion “Marija” des Schweizers Michael Koch sowie die rumänisch-deutsche Koproduktion “Vernarbte Herzen” vom Rumänen Radu Jude. Die Preise werden am 13. August vergeben.

Von: APA/dpa

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