Das Werk Furrers erstreckt sich über alle Gattungen

Beat Furrer mit Siemens-Musikpreis in München ausgezeichnet

Freitag, 04. Mai 2018 | 05:28 Uhr

Beat Furrer, österreichischer Komponist Schweizer Herkunft, ist am Donnerstagabend im Münchner Prinzregententheater mit dem Ernst von Siemens Musikpreis ausgezeichnet worden. Sein kompositorisches Lebenswerk erstrecke sich über alle musikalischen Gattungen und sei von geradezu suggestiver Kraft, lautet das Urteil der Jury.

Mit jedem neuen Werk führe er musikalische Ideen einen Schritt weiter und erkunde unbekanntes ästhetisches Terrain. Der Preis der Ernst von Siemens Musikstiftung gilt als eine der weltweit renommiertesten Auszeichnungen der klassischen Musik. Er ist mit 250.000 Euro dotiert.

Aktuell arbeitet Furrer an seiner neuen Oper “Violetter Schnee” nach einer Vorlage des russischen Schriftstellers Wladimir Sorokin. Der 63-Jährige wurde 1954 im schweizerischen Schaffhausen geboren. 1975 zog er nach Wien, wo er an der Musikhochschule Komposition studierte.

Zehn Jahre später gründete er gemeinsam mit Viktor Liberda das Klangforum Wien, als dessen künstlerischer Leiter er bis 1992 fungierte. Sein Schaffen umfasst alle Gattungen von Solo- und Kammermusik bis zu Chor- und Orchesterwerken und Opern. Für Aufsehen sorgte er unter anderem mit dem Musiktheaterstück “FAMA” nach Arthur Schnitzlers Novelle “Fräulein Else”, das 2005 bei den Donaueschinger Musiktagen uraufgeführt wurde.

Die begehrten Komponisten-Förderpreise gingen dieses Jahr an die in Berlin lebende Italienerin Clara Iannotta, den US-Amerikaner Timothy McCormack und den Katalanen Oriol Salandrigues. Der Siemens-Musikpreis wird seit 1973 vergeben. Preisträger in früheren Jahren waren etwa der Dirigent Mariss Jansons und die Geigerin Anne-Sophie Mutter.

Von: APA/dpa