Das Archiv ist im Richard-Wagner-Museum untergebracht

Bestände des Wagner-Nationalarchivs werden digitalisiert

Samstag, 26. Mai 2018 | 10:59 Uhr

Wer Briefe, Partituren oder andere Dokumente des Komponisten Richard Wagner (1813-1883) und seiner Familie im Bayreuther Nationalarchiv einsehen will, muss ein kompliziertes Verfahren auf sich nehmen. Dank der Digitalisierung wird das in Zukunft einfacher: Derzeit läuft ein Projekt zur digitalen Erfassung der Bestände, wie die Verantwortlichen mitteilten.

Ziel des Projekts ist es, Wissenschaftern und Interessierten aus aller Welt über das Internet Zugang zu den Archivbeständen zu ermöglichen. Bisher liefen die Vorarbeiten, nun wurde in Bayreuth mit dem Einscannen der Dokumente begonnen – Briefe Wagners und seiner Frau Cosima, seine Notizbücher und die Reinschriften seiner Partituren.

Das Nationalarchiv – untergebracht im Komplex des Hauses Wahnfried – verwahrt und betreut die nach eigenen Angaben größte Sammlung von Archivmaterial Wagners und seiner Nachkommen. Zum Bestand gehören auch Dokumente zur Geschichte der Bayreuther Festspiele.

Wer bisher Material dort einsehen wollte, musste einen Antrag stellen und nach Bayreuth reisen. Der Zugang war nur möglich, wenn man beispielsweise eine Forschungsabsicht nachweisen konnte. Die Online-Datenbank soll den Zugang nun viel unkomplizierter machen. Wann sie online geht, ist noch nicht bekannt.

Von: APA/dpa