Welttag der Großeltern am 24. Juli

Bischof Muser: Großeltern und alte Menschen sind Hoffnungsträger

Sonntag, 24. Juli 2022 | 08:00 Uhr

Bozen – Am heutigen Sonntag, den 24. Juli 2022 begeht die Kirche zum zweiten Mal den von Papst Franziskus eingeführten Welttag der Großeltern und älteren Menschen. Wie schon im vergangenen Jahr wird auch am heurigen Weltseniorentag wieder ein vollständiger Ablass gewährt. Bischof Muser bezeichnet in seiner Botschaft für die Großeltern und alten Menschen als Hoffnungsträger und schreibt an die älteren Mitmenschen: „Ich bitte euch um euer Vorbild, um euer Erzählen, um das Wachhalten eurer Lebens- und Glaubenserfahrung.“

Papst Franziskus hat den „Welttag der Großeltern und älteren Menschen” erst im Jahr 2020 eingeführt. Er findet nun jährlich am vierten Sonntag im Juli statt, rund um den Gedenktag der heiligen Anna und Joachim, die als Eltern Marias und damit Großeltern Jesu gelten. Mit diesem Tag lädt der Papst dazu ein, sich der Bedeutung von Senioren im Leben der Gesellschaft bewusst zu werden.

Ablass

2022 hat der Vatikan anlässlich des Weltseniorentages dazu aufgerufen, mehr Zeit mit älteren Menschen zu verbringen. Zum Welttag der Großeltern und älteren Menschen wird auch heuer wieder ein vollständiger Ablass gewährt. Eine Besonderheit ist, dass auch jene Gläubigen den Ablass erhalten, die an diesem Tag dem von älteren Menschen widmen, sei es persönlich oder mit Hilfe der modernen Kommunikationsmittel auch virtuell.

Papst Franziskus: Niemand soll an diesem Tag einsam sein

In seiner Botschaft zum Welttag der Großeltern schreibt Papst Franziskus, dass der Welttag eine Gelegenheit sei, noch einmal mit Freude zu sagen, dass die Kirche gemeinsam mit den älteren Menschen feiern will: „Feiern wir gemeinsam! Ich lade euch ein, diesen Tag in euren Pfarreien und Gemeinden bekannt zu machen und die älteren Menschen, die am einsamsten sind, zu Hause oder in den Heimen, in denen sie leben, zu besuchen. Niemand soll diesen Tag in Einsamkeit verbringen. Jemanden zu haben, auf den man warten kann, kann die Blickrichtung der Tage derjenigen ändern, die sich nichts Gutes mehr von der Zukunft erwarten; und aus einem ersten Treffen kann eine neue Freundschaft entstehen. Der Besuch bei einsamen alten Menschen ist ein Werk der Barmherzigkeit unserer Zeit.“ Die Botschaft von Papst Franziskus im Wortlaut gibt es hier!

Bischof Muser: Lebenshäuser als festes Fundament für Kinder und Jugendliche

Auch Diözesanbischof Ivo Muser hat zum Weltseniorentag eine Botschaft an die ältere Generation gerichtet. Darin schreibt er unter anderem, dass Großeltern und im Grunde alle älteren und alten Menschen eine hoffnungsvolle Beauftragung haben: Häuser bauen für die junge Generation. „Häuser aus Stein werden und müssen es nicht in jeder Familie sein, aber Lebenshäuser sind immer möglich. Lebenshäuser, die Kindern und Jugendlichen ein festes Fundament geben, in denen sie sich einrichten können. Lebenshäuser, in denen sie sich so sicher fühlen, dass sie die Welt neu gestalten können – auch vom Glauben her. Friedlicher, ehrlicher, gerechter, barmherziger, versöhnter. Das ist ein Segen für die Jungen und die Alten.“ Die Botschaft von Bischof Muser im Wortlaut gibt es hier!

Seniorenseelsorger Josef Torggler: Nichts geht verloren

Der Seniorenseelsorger der Diözese Bozen-Brixen, Josef Torggler, sagt zum Welttag der Großeltern und älteren Menschen: „Nichts von dem, was von Menschen mühsam und ehrlich getan und geleistet wird, geht verloren. Senioren dürfen in großer Dankbarkeit zurückschauen, was sie für Ihre Familien, für ihre Kinder und Enkelkinder, für ihre Bekannten und Freunde, für Nachbarn, für die Kirche und die Dorfgemeinschaft alles getan haben und immer noch tun.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Bischof Muser: Großeltern und alte Menschen sind Hoffnungsträger"


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Universalgelehrter
16 Tage 22 h

Da sieht man mal wieder wie konservativ unsre Kirche ist. Großeltern und alte Menschen sollen Hoffnungsträger sein.an traut der Jugend nichts zu. Für mich sind engagierte junge Menschen mit Visionen die Hoffnungsträger.Leute, die versuchen die Fehler meiner Generation nicht zu wiederholen und versuchen die von den letzten zwei Generationen verursachen Schäden irgendwie zu reparieren,auch wenn das Verzicht bedeutet. Verzicht,etwas was die letzten zwei Generationen verlernt hatten.

Gustl64
Gustl64
Superredner
16 Tage 18 h

Mir kommt nicht gerade vor, dass die junge Generation so verzichtsbereit wäre. Während Corona betrachten sich die Jungen ja höchst benachteiligt und eingeschränkt. Sie konnten z.B. nicht mehr feiern, … Man konnte wenig Bereitschaft zu Verzicht beobachten.

Tata
Tata
Superredner
16 Tage 16 h

@Gustl64 bravo…ih hett is gleiche gschriebm…beim Spruch: man stiehlt mir die Jugend wegn der Corona Einschränkungen, woas ih: olls zi spot!

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