Klimt-Gemälde "Marie Kerner von Marilaun als Braut im Jahr 1862"

Bisher unbekanntes Klimt-Gemälde im Belvedere

Freitag, 23. Februar 2018 | 14:25 Uhr

Die kommende Woche eröffnende Neuaufstellung der Schausammlung im Oberen Belvedere wartet mit zwei Besonderheiten auf: Wie das Museum am Freitag bekannt gab, ist mit dem Bildnis “Marie Kerner von Marilaun als Braut im Jahr 1862” ein bisher unbekanntes Werk als temporäre Dauerleihgabe zu sehen. Auch ein 2001 restituiertes Gemälde kehrt als Leihgabe zurück.

Bei dem laut Aussendung bisher unbekannten Bildnis “Marie Kerner” handelt es sich um ein in den Jahren 1891/92 entstandenes Auftragswerk. Entdeckt wurde das Gemälde von Kurator Markus Fellinger, der im Rahmen der Durchsicht bisher unbekannter Briefe Klimts an den Botanik-Professor Anton Kerner (1931-1898) im Archiv der Universität Wien auf die Existenz des Bildes stieß und sich anschließend auf die Suche danach machte. Dargestellt ist die Frau des Professors, Marie Kerner (1835-1919), zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit am 1. Mai 1862. Als Vorlage diente Klimt eine Fotografie, die ebenfalls in der Ausstellung zu sehen sein wird.

Als zweites Highlight ist das Landschaftsgemälde “Forsthaus in Weißenbach I (Landhaus am Attersee)” zu sehen, das damals an die Erben nach Jenny Steiner restituiert und im Anschluss versteigert wurde. “Dieses Werk ist in mehrfacher Hinsicht von großer Bedeutung für das Belvedere: Zunächst bereichert es unseren Sammlungsbestand und die neue Schausammlung als eine der großen Landschaftsdarstellungen von Gustav Klimt. Gleichzeitig steht das Bild mit seiner Geschichte exemplarisch als Beispiel einer gelungenen Restitution,” so Stella Rollig, Generaldirektorin Belvedere. Das Gemälde malte Klimt während seiner Sommerfrische im Jahr 1914.

(S E R V I C E – Neuaufstellung der Schausammlung ab 1. März im Oberen Belvedere. www.belvedere.at)

Von: apa