Daniel Hope und Sebastian Knauer im Pavillon des Fleurs

Brahms, Zeisl, Weil, Grieg – und Uraufführung von Marcello Fera

Donnerstag, 10. September 2015 | 16:54 Uhr

Meran – Am 12. September um 11.00 Uhr setzen Daniel Hope (Violine) und Sebastian Knauer (Klavier) die Reihe matinée classique der Meraner Musikwochen im Pavillon des Fleurs fort. Auf dem Programm stehen die Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 in G-Dur, op. 78 („Regenlied-Sonate“) von Johannes Brahms, „Menuchims Lied“ von Erich Zeisl, „Speak Low“ von Kurt Weil, die Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 in c-Moll, op. 45 von Edvard Grieg und – als Uraufführung – „To hope, tonight“ des in Meran lebenden Komponisten Marcello Fera.

Seit seinem Konzertdebüt mit 14 Jahren in der Laeiszhalle seiner Heimatstadt Hamburg, kann der Pianist Sebastian Knauer auf eine über 25 Jahre dauernde Konzertkarriere zurückblicken. Das seriös wirkende „Understatement“, kombiniert mit höchster Musikalität, hat ihm zahlreiche Erfolge eingebracht und seinen Namen in der internationalen Musikwelt etabliert. Mit dem Dirigenten Sir Roger Norrington verbindet er seit vielen Jahren eine besonders enge Zusammenarbeit und Freundschaft. Bereits 2006 hat er mit ihm und der Camerata Salzburg eine Mozart CD bei Warner Classics veröffentlicht, die von der ZEIT als eine der besten Mozartaufnahmen aller Zeiten bezeichnet worden ist. 2011 erschien dann bei Berlin Classics eine weitere gemeinsame Aufnahme, „Bach & Sons“ gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester. Auch diese Einspielung erhielt international höchstes Lob. Von „Brilliant“ (Stern) über „Fantastisch“ (Neue Zürcher Zeitung) bis zu „Exzellent“ (Die Presse Wien) mangelte es nicht an Begeisterung der Presse. Im Oktober 2013 erschien die dritte, diesmal von ihm selbst produzierte CD mit Sir Roger Norrington, „Vienna 1789“ mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven. Seit 2012 leitet Sebastian Knauer das Festival mozart@augsburg. Jeweils in der ersten Septemberhälfte veranstaltet er in der Mozartstadt Augsburg Konzerte, wo er Künstler wie András Schiff, Menahem Pressler, Philippe Entremont, Sir Roger Norrington, Daniel Hope, Jan Vogler, das Emerson String Quartett, Christian Tetzlaff, das Artemis Quartett, Hannelore Elsner, Klaus Maria Brandauer, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, das Zürcher Kammerorchester oder den Wiener Concertverein präsentiert. Sebastian Knauer lebt in seiner Heimatstadt Hamburg, in der er 1971 geboren wurde und mit der er familiär seit dem 18. Jahrhundert eng verbunden ist.

Der britische Geiger Daniel Hope ist weltweit berühmt für seine musikalische Vielseitigkeit und Kreativität. Daniel Hope ist Schüler des legendären Geigen-Pädagogen Zakhar Bron. Yehudi Menuhin lud Hope im Alter von 11 Jahren ein, um mit ihm die Bartók-Duos für das deutsche Fernsehen aufzuführen. Es war der Beginn einer musikalischen Partnerschaft, in deren Verlauf die beiden mehr als 60 Konzerte gaben, darunter auch Menuhins letztes Konzert 1999 in Düsseldorf. Im April 2002 wurde Daniel Hope das jüngste Mitglied des legendären Beaux Arts Trio. Der Boston Globe bezeichnete diese Formation als „vielleicht stärkste in der Geschichte des Trios“. 2007 erhielt das Ensemble eine Grammy-Nominierung. Daniel Hopes Engagement für zeitgenössische Musik wird durch enge Kontakte zu bedeutenden Komponisten unterstrichen, wie zu Gubaidulina, HK Gruber, Kurtág, Müller-Wieland, Roxanna Panufnik, Penderecki, Schnittke, Turnage, Takemitsu und Huw Watkins, bei denen er Werke in Auftrag gab oder deren Kompositionen er uraufführte. Im März 2008 spielte Hope in Savannah mit dem Police-Schlagzeuger Stewart Copeland die Uraufführung von dessen „Celeste“ für Violine und Schlagzeug. Hope schreibt auch Konzept-Skripte und ist zudem ein gefragter Rundfunk- und Fernsehmoderator. Aus der engen Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Oscar-Preisträger Klaus Maria Brandauer ging eine Reihe erfolgreicher Projekte hervor, wie „War and Pieces“ und „Mozart unplugged“. Andere Veranstaltungen mit Texten und Musik von Hope waren „An Audience with Beethoven“ mit Mia Farrow sowie die Kombination aus Kammermusik und Gedichten aus dem Konzentrationslager Theresienstadt unter dem Titel „Forbidden Music“.

Infos & Tickets

Kartenbüro: Freiheitsstraße 29, Meran
Öffnungszeiten: täglich 9.00 bis 13.00 und 17.00 bis 19.00 Uhr, sonntags geschlossen
Tel. 0473/49 60 30
E-Mail: office@meranofestival.com
www.meranofestival.com

Von: ©mk

Bezirk: Burggrafenamt