Die Eröffnung wird in der Urania gefeiert

Das jüdische Filmfestival Wien gibt es heuer im Doppelpack

Montag, 19. März 2018 | 15:36 Uhr

Das Jüdische Filmfestival Wien feiert heuer das Bestehen zweier Republiken: Israel und Österreich. Und da es gleich zwei Anlässe zum Feiern gibt, feiert man auch zweimal. Teil 1 der Festivalausgabe startet bereits am Mittwoch (21. März) unter dem Titel “Servus Israel!” und würdigt 70 Jahre Staat Israel. Ab 11. Oktober wird man dann mit “Shalom Austria!” die Alpenrepublik ehren.

Zunächst aber widmet man sich bis 28. März im Wiener Metro Kinokulturhaus und im Top Kino Israel. Die Eröffnung feiert man in der Urania mit einer Rede von Benny Morris zum arabisch-israelischen Friedensprozess und dem Dokumentarfilm “Ben Gurion, Epilogue”, der als Österreichpremiere in Anwesenheit von Regisseur Yariv Mozer gezeigt wird. Darin sind sechs Stunden eines Interviews verarbeitet, die der 82-jährige Gründervater des Staates gegen Ende seines Lebens gab und die lange verschollen waren.

Viennale-Stammgast Amos Gitai wird mit einer Werkauswahl seiner Regiearbeiten gewürdigt. Auch das Oeuvre von Kollegen wie Baruch Agadati und Yaakov Ben Dov ist auf der Leinwand zu bewundern und formt neben aktuellen Erfolgsproduktionen einen Blick auf die israelische Kinogeschichte.

Traditionell stark ist beim Jüdischen Filmfestival stets das Rahmenprogramm. So wird der einstige Leiter des Jerusalemer Steven Spielberg Jewish Film Archive, Rodney Stewart Hillel Tryster, über die jüdische Filmgeschichte referieren, während Hannes Leidinger im Kontext des Dokumentarfilms “The Illegals” über die Flucht der europäischen Juden nach Israel spricht. Und schließlich ist nach der Projektion von “Disturbing the Peace” am Freitag (23. März) eine Diskussion der Filmschaffenden Stephen Apkon, Benny Morris, Yariv Mozer und Evelyn Böhmer-Laufer angesetzt, in der es um die aktuellen Bemühungen zum Frieden gehen soll.

Von: apa