Das Wort „katholisch“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen

Das „K“ im KFS

Montag, 10. Oktober 2022 | 16:51 Uhr

Bozen – Was bedeutet eigentlich das „K“ im Logo des Familienverbandes? Wofür steht es grundsätzlich, ist es noch zeitgemäß oder könnte darauf verzichtet werden? Nach internem Gedankenaustausch und verschiedenen Diskussionen erörtert Manuela Unterthiner Mitterutzner, seit einem Jahr geistliche Assistentin im Katholischen Familienverband, was es damit auf sich hat.

Das Wort „katholisch“ kommt ursprünglich aus dem Griechischen und bedeutet „allumfassend“, „die ganze Erde umfassend“. Mittlerweile steht „katholisch“ auch für eine Konfession: für all jene, die sich zur christlich-katholischen Kirche und deren Glauben bekennen. Aber was bedeutet das dann für den Familienverband? Wird das „K“ aus der praktischen, lebensbezogenen Sichtweise betrachtet, dann stehe es für eine Haltung und für das, was dem KFS wichtig ist: Menschen und vor allem Familien mit Respekt, mit Toleranz, mit Ehrlichkeit, Solidarität und Offenheit zu begegnen. Es seien diese christlichen Werte, die der KFS zum einen selber lebt, welche er aber auch unbedingt weitergeben will, erklärt Manuela Unterthiner Mitterutzner.

Gerechtigkeit, der Einsatz für die Schwächeren und für die Bedürftigen, Barmherzigkeit, Nachhaltigkeit, Lebensfreude und Hoffnung erwachsen so aus den verschiedensten Projekten, die der Familienverband anbietet. Menschlichkeit, Herzensbildung und mit dem Angebot des Glaubens ein wichtiger Halt in Krisensituationen schreibt sich der KFS auf seine Fahnen und gibt mit dem „K“ ein klares Statement ab. Auch die Sicht auf das Leben und auf den Menschen sei mit dem „K“ ganz klar definiert: Jedes Leben sei ein Geschenk und jeder Mensch sei wertvoll und einzigartig. „Die Familien und die Mitglieder, die dem Verband angehören, dürfen sich so getragen wissen von Menschen – und ganz wichtig: von Gott, der ein Menschenfreund ist.“

Die christlichen, wunderschönen Feste, wie Weihnachten, Ostern, Taufe, Erstkommunion, Firmung, Hochzeit usw. würden durch das „K“ hochgehalten und auch den eigenen Kindern mitgegeben, um die Schönheiten des Lebens zu zelebrieren. Bräuche, Traditionen und christliche Rituale (das Gebet, die Haussegnung, Adventsfeiern, der Hl. Nikolaus…) hätten durch das „K“ einen festen Platz im Leben.

„Katholisch“ bedeute natürlich auch, der Kirche anzugehören, auch wenn es Menschen manchmal schwerfällt, sich mit gewissen Aussagen der katholischen Kirche zu identifizieren. „Das ist auch legitim. Wir müssen nicht immer mit allem einverstanden sein. Aber müssen wir deshalb Gott, den Glauben und das ‚K‘ über Bord werfen? Nein. Das ‚K‘ sollte als Wurzel und als Flügel gesehen werden. Als beständig und bodenständig, aber auch als Öffnung hin zu Freiheit und zur Liebe. Als Bereicherung und Mehrwert im Leben. Als Wegweiser und als Orientierung – vor allem dann, wenn es manchmal schwierig ist im Leben. Dann ist das ‚K‘ unser Adlerflügel, der uns wieder Richtung Sonne bringen kann. Möchten wir darauf wirklich verzichten?“, fragt Manuela Unterthiner Mitterutzner.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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