Cornelius Meister verlässt das Orchester

Dem RSO steht eine wilde Saison bevor

Mittwoch, 25. April 2018 | 10:04 Uhr

Mit sieben Ur- und sechs Erstaufführungen geht das RSO in seine führungslose Saison 2018/19. Schließlich verlässt Cornelius Meister als Chefdirigent das Orchester bereits mit Ende der laufenden Saison Richtung Stuttgart – und seine Nachfolgerin Marin Alsop wird nicht vor September 2019 in Wien erwartet. So behilft man sich mit renommierten Gastdirigenten und genießt die Freiheit.

Insgesamt sieht die neue Spielzeit für das Orchester 52 Konzerte vor, wie am Mittwoch via Aussendung bekanntgegeben wurde. Uraufführungen wird es von so klingenden Namen wie Friedrich Cerha (bei Wien Modern) oder Bernd Richard Deutsch (beim Musikprotokoll des steirischen Herbsts) geben, wie Intendant Christoph Becher ankündigt. Hinzu kommen weitere zeitgenössische Arbeiten, darunter Olga Neuwirths “The Outcast”, das man bei Wien Modern spielt – und beim RSO-Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie im Frühjahr.

Bei den Salzburger Festspielen, dem Carinthischen Sommer und dem Herbstgold Festival in Eisenstadt ist man ebenso zu Gast wie beim Beethovenfest Bonn. Hinzu kommen mit Mendelssohn Bartholdys “Elias” und Webers “Euryanthe” zwei Opernproduktionen im Theater an der Wien. Die Abonnementreihen im Musikverein und im Konzerthaus werden fortgesetzt, was auch für die Kammermusikreihe “Aus nächster Nähe” im Radiokulturhaus und im Arnold Schönberg Center gilt.

Und auch die Tradition gegen Jahresende lässt das RSO nicht aus, wenn man im September bei der Verleihung des Max Steiner Awards an Hans Zimmer im Rahmen der “Hollywood in Vienna”-Gala ebenso spielt wie beim Weihnachtskonzert “Christmas in Vienna”.

Von: apa