Ein „Gebot der Stunde“

Die Flüchtlingshilfe als zentrales Thema der CET in Brixen

Dienstag, 15. September 2015 | 16:24 Uhr

Brixen – Die Bischofssynode im Oktober, die Kirchenversammlung im November in Florenz, das Heilige Jahr der Barmherzigkeit ab Dezember – all dies sind wichtige Gesprächsthemen beim Treffen der Bischöfe der regionalen Bischofskonferenz von Nord-Ost-Italien in Brixen. Zentral ist vor allem auch die Flüchtlingshilfe, die für alle 15 Diözesen ein „Gebot der Stunde“ darstellt.

Dem heutigen Gottesdienst im Dom von Brixen ist der Patriarch von Venedig, Francesco Moraglia, vorgestanden. In seiner Predigt hat er Maria als Bild für die Kirche, als Bild für die Nachfolge Christi beschrieben und darauf hingewiesen, dass Marias Glaube ein Glaube der Aufnahme war. „Viele klopfen derzeit an unsere Türen – so der Patriarch – als Gläubige sind wir zur Aufnahmebereitschaft aufgerufen.“

Die Flüchtlingshilfe ist in der Tat ein zentrales Thema bei diesem Treffen der Bischöfe der 15 Diözesen der regionalen Bischofskonferenz von Nord-Ost-Italien, die erstmals in Brixen stattfindet. Bischof Ivo Muser hob dabei hervor, dass im Bistum Bozen-Brixen die Diözesancaritas tagtäglich eine hervorragende Arbeit leiste; gleichzeitig bedürfe es aber einer Sensibilisierung und „eines Klimas der Aufnahmebereitschaft“. So wichtig Strukturen auch sein mögen, so reicht es nicht, nur ein Haus als Unterkunft zur Verfügung zu stellen; „vor allem gehe es um die Aufnahmebereitschaft in den Köpfen und in den Herzen der Menschen“, gab der Bischof zu bedenken. „Es ist eine große Herausforderung, der wir uns zu stellen haben, ohne schon fertige Lösungen und Antworten parat zu haben. Die Haltung der Aufnahmebereitschaft wird uns aber Wege zeigen und Antworten finden helfen“, so der Bischof.

„Wir haben unterschiedliche Situationen in den einzelnen Diözesen, aber gemeinsame Fragen und pastorale Herausforderungen“, sagte Bischof Muser und regte an, über den eigenen Kirchturm hinaus zu schauen, sich zu vernetzen und – wo es möglich und sinnvoll ist – Synergien zu schaffen.

Von: ©mk

Bezirk: Eisacktal