Duncan Laurence begeisterte Jury und Publikum

Die Niederlande gewinnen den Song Contest in Tel Aviv

Sonntag, 19. Mai 2019 | 01:09 Uhr

Die Niederlande sind der Gewinner des Eurovision Song Contests 2019: Der 25-jährige Duncan Laurence setzte sich mit seiner Powerballade “Arcade” in der israelischen Hafenstadt Tel Aviv gegen 25 Konkurrenten durch. Damit gewann jene Nummer die 64. Ausgabe des Bewerbs, die schon länger bei den Buchmachern als Topfavorit gegolten hatte. Auf Platz 2 landete Italien, auf Platz 3 Russland.

So wurde es letztlich also doch ein Sieg mit Ansage in Tel Aviv, hatten die Buchmacher den 25-jährigen Laurence mit seiner melancholischen Ballade “Arcade” über eine verlorene Liebe doch schon seit langem auf Platz 1 gesehen. Dennoch zeigte sich das Feld heuer relativ breit gestreut. Italiens Rapper Mahmood kam mit seinem “Soldi” auf Platz 2 zum Liegen – mit 462 Punkten, 27 hinter den Niederlanden mit insgesamt 492 Punkten. Und Russlands Sergey Lazarev schaffte es mit der Nummer “Scream” ebenfalls noch aufs Stockerl – allerdings mit 369 Punkten schon mit einem Respektabstand.

“Ich habe keine Worte – ich kann das nicht in Worte fassen, ich kann darüber kein Lied schreiben”, sagte Laurence nach seinem Sieg. In seiner offiziellen Siegerpressekonferenz hielt der 25-jährige Niederländer dabei seine Siegtrophäe stets eng umklammert: “Ich werde nie mehr von ihrer Seite weichen.” Klar sei für ihn jedenfalls am heutigen Abend: “Mein Traum ist wahr geworden.”

Dabei hatte es nach der Bekanntgabe des Votums der Fachjurys noch nicht nach der Erfüllung seines Traumes ausgesehen. Hierbei ging Schweden mit 239 Punkten leicht vor dem überraschenden Zweitplatzierten Nordmazedonien mit 237 Punkten als Sieger hervor. John Lundvik landete dank einer schwachen Publikumswertung letztlich aber nur auf dem Gesamtplatz 6, während sich Nordmazedoniens Tamara Todevska (“Proud”) mit Rang 8 begnügen musste. Bei den Fachjurys hatten die Niederlande Platz 3 mit 231 Punkten erreicht.

Auf dem letzten Platz landete am Ende Großbritanniens Michael Rice mit “Bigger Than Us” mit in Summe lediglich 16 Punkten, gefolgt von Weißrussland mit 31 Punkten und Deutschland mit 32 Punkten. Das deutsche Frauenduo S!sters belegte beim reinen Publikumsvoting mit 0 Punkten dabei den letzten Platz.

Übrigens: Österreich war andere als knapp am Einzug ins Finale gescheitert. Dies zeigt die Veröffentlichung der Punkteliste am Samstag. Demnach kam Paenda mit 21 Punkten nur auf Platz 17 der 18 Halbfinalisten. Vom Publikum gab es dabei 0 Punkte.

Und auch wenn die blauhaarige Sängerin mit ihrer berührenden Ballade “Limits” am Donnerstag in ihrem Semifinale ein Ticket für die Endrunde des Bewerbs klar verpasst hatte, so war doch zumindest ein Österreicher auf der Bühne von Tel Aviv präsent: Conchita stand im neuen, maskulineren Wurst-Styling an der Spitze eines ESC-Allstarsquartetts, flankiert von Mans Zelmerlöw, Verka Serduchka und der Vorjahreszweiten Eleni Foureira. Nicht österreichisch, aber dafür umso prominenter gestaltete sich ein zweiter Pausenact: Der einstige Superstar Madonna performte nach langem Hin und Her unter anderem die Weltpremiere ihres neuen Songs “Future”.

Dabei hatte der Abend dank eines Auftaktfilms in Hollywoodmanier schon mit Glamour begonnen – ein Eingangsstatement, das sich über den Abend hinweg in puncto technischem Aufwand durchaus fortsetzte. Und so ging die Musikschlacht zu Ende, die seit dem 1. Halbfinale am Dienstag für eine Woche lang Tel Aviv zur Musikhauptstadt Europas gemacht hat. Die Hafenmetropole überraschte die deutlich weniger als in den Vorjahren angereisten ESC-Fans und -Journalisten mit moderaten (sichtbaren) Sicherheitsvorkehrungen trotz der 20.000 eingesetzten Polizisten.

Dabei hatten militante Palästinenser kurz vor dem Großevent rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert und dabei vier Menschen getötet, während bei den folgenden israelischen Gegenangriffen 25 Palästinenser getötet wurden. Allerdings vermittelte Ägypten in Rekordzeit eine Waffenruhe, die Bestand hatte. Der frisch wiedergewählte Premier Benjamin Netanyahu wollte sich die Möglichkeit der positiven Botschaft aus Israel nicht nehmen lassen.

Und so präsentierte sich die liberale Hafenstadt Tel Aviv als ESC-Austragungsort mit langen Sandstränden, Temperaturen jenseits der 30 Grad und einem legendären Nachtleben. Nicht zuletzt begrüßte man Zehntausende Feierwillige im gigantischen Eurovision Village im direkt am Meer gelegenen Charles Clore Park mit Bühnen und Ständen für diejenigen, die nicht in der ESC-Halle feiern wollten. Schließlich kosteten die Toptickets für die Veranstaltungshalle Expo Tel Aviv, die für rund zwei Millionen Euro adaptiert wurde und rund 7.500 Menschen während der Liveshows fasste, 490 Euro.

 

Von: apa

Kommentare

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25 Kommentare auf "Die Niederlande gewinnen den Song Contest in Tel Aviv"


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Diezuagroaste
Diezuagroaste
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Das musikalische Niveau ist miserabel, nur politische Schieberei und Freunderlwirtschaft. Und was haben Israel und Australien mit Europa zu tun? Ich finde den Songkontest eher bizarr und grotesk. ☂️

Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Diezuagroaste
Solange es Leute gibt, die diesen Schmarrn ansehen.

enkedu
enkedu
Kinig
1 Monat 5 Tage

Passt doch gut zu Europa. Immer schön lächeln. Egal wie tief wir sinken.

Ewa
Ewa
Superredner
1 Monat 5 Tage

Schade, dass Italien nicht gewonnen hat.
Das Lied war super gut👍👌

felixklaus
felixklaus
Tratscher
1 Monat 5 Tage

Hallo das darfst du hier doch nicht schreiben ! Salvini war dagegen

Ewa
Ewa
Superredner
1 Monat 5 Tage

@felixklaus
Upps… stimmt.
sorry😂😂👍

hage
hage
Tratscher
1 Monat 4 Tage

er wsr für Ultimo.
Magari wäre sein Namen Imenngewesen

Nico
Nico
Tratscher
1 Monat 4 Tage

@felixklaus und des hot a seinen Grund : will den Islam in Italien hoffähig machen!

Ewa
Ewa
Superredner
1 Monat 4 Tage

@Nico 🙄🙄

Ewa
Ewa
Superredner
1 Monat 4 Tage

@Nico
dann mach dich mal schlau welcher Religion er angehört, bevor du deine Weisheiten von dir gibst!

tschonwehn
tschonwehn
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Jetzt geht die Punkteschieberei wieder von vorne los. Das hat mit echter Beurteilung des Liedes eines Landes gar nix zu tun. Man kann gut beobachten, wie sich benachbarte Länder die höchsten Punkte zuschieben, und zu allem Übel sind das ausgerechnet diese Länder, die den geringsten finanziellen Beitrag zum Ereignis beitragen. Das Land mit der höchsten Beitragszahlung steht regelmäßig auf dem letzten Platz, egal wie gut oder schlecht dessen Liedbeitrag ist. Auf gut Deutsch nennt man das Schiebung.

PapaTomba
PapaTomba
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Ja, das ist so. Andererseits ist die Höhe eines finanziellen Beitrages sicher auch kein Bewertungskriterium.
Wie dem auch sei, meist gewinnt ja doch das schönste Lied, so auch gestern. Ansonsten viel Kleingeisterei

jomai
jomai
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

@PapaTomba das schönste lied? ahahahaha der wor guat

Savonarola
1 Monat 5 Tage

kommerzieller Einheitsbrei, dazu meist in der Sprache eines Landes gesungen, das nicht einmal bei Europa dabei sein will, und desinteressiert voll von Gutmenschenbotschaften.

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

du mit deinen gutmenschen, leg einmal eine andere schallplatte auf, du langweilst….merk dir eins lieber ein gutmensch am ar…als ein schlechter, besserwisser, supergescheider (was nicht mit Intelligenz zu verwechseln ist) arroganter, gefühlssambutierter und seelenloser mensch im gesicht

jomai
jomai
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

und 50km weiter wurden zeitgleich ein paar palästinenser gekillt

falschauer
falschauer
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

R.I.P.

der Rote Wichtel
1 Monat 5 Tage

Für die Satan verherrlichenden “illuminierten” Eliten ist der alljährliche ESC eine willkomme Gelegenheit, ihre kranken Rituale vor aller Welt abzuspielen. Vorallem der Auftritt von Madonna strotzte nur so von Illuminaten-Symbolik und Apokalypse-Szenarien. Einfach nur widerlich!

Popeye
Popeye
Superredner
1 Monat 5 Tage

Song contest als Abbildung der Gesellschaft viel Trash und Inhaltslosigkeit, absolutes Ramschniveau, blödes Getraller, noch blöder die Inszenierungen.

hage
hage
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Ich finde es eine gelungene Ansammlung von guten Songs.
Man hag ha gesehen, dass die Teilnehmer am ESC den Superstar Madonna gesanglich weit in den Schatten gestellt haben.
Holland und Italien auch meiner Meinung nach die besten bzw interessantesten Beiträge.
Und Deutschland und Österreich (zu) sehr eigenwillig. Passt alles

HerrBert
HerrBert
Grünschnabel
1 Monat 5 Tage

Eine der überflüssigsten Veranstaltungen überhaupt.
Früher sind da noch Sänger(innen) aufgetreten, aber heutzutage…. 😝

tommile
tommile
Tratscher
1 Monat 5 Tage

So an Kas hon i long schun nimmer keart. Mir hot net oan Liadl richtig guit gfoll

Nichname
Nichname
Tratscher
1 Monat 5 Tage

“Übrigens: Österreich war andere als knapp am Einzug ins Finale gescheitert”. Was wollte uns der Autor mit diesen kryptischen Worten  wohl sagen? Ob es sich gar um eine satanistische Botschaft handelt? Wer weiß. 

Gredner
Gredner
Superredner
1 Monat 5 Tage

Tja, die Mode ist wohl zyklisch…

Leitwolf
Leitwolf
Tratscher
1 Monat 4 Tage

Das Niveau ist abgrundtief schlecht, die Lieder klingen irgendwie alle gleich. Als die Länder noch in ihren Sprachen gesungen haben war das Niveau bedeutend besser! Habe das englische Lied gehört und ein paar Fetzen von Island ….. schauderhaft. Ist meiner Meinung nach auch sehr politsch motiviert.

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