Robert Menasse kommt nach Krems

Europäische Literaturtage in Krems mit Menasse und Blom

Sonntag, 29. Oktober 2017 | 10:40 Uhr

Zur Eröffnung der neunten Europäischen Literaturtage (ELit) am 16. November im Klangraum Krems Minoritenkirche sprechen Robert Menasse, Deutscher Buchpreisträger 2017, und der Historiker Philipp Blom über die Bedeutung des Klimawandels für Europa. Bis 19. November treffen einander internationale Autoren, Fachleute und Literaturinteressierte zum alljährlichen Symposium in Krems und Spitz.

Zu Gast in der Wachau sind auch diesmal namhafte Teilnehmer aus der aktuellen europäischen Literaturszene, darunter Leif Randt, Gila Lustiger, Andrzej Stasiuk, Elisabeth Asbrink, Ales Steger, Deborah Levy und Jaroslav Rudis. An die türkische Autorin Elif Shafak wird am 17. November der Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln verliehen.

Angst, Angstlust und Angstmache – als Grundbefindlichkeiten wie politische Strategien – bilden den inhaltlichen Faden. Der russische Schriftsteller Sergej Lebedew verfasste eigens einen leitmotivisch intendierten Text zum Thema “Angst überall”. Durchaus angstfrei sollten jedoch die zahlreichen Veranstaltungen ablaufen, darunter eine kulinarisch-vinophil verbrämte Soiree u.a. mit Gerwig Epkes, Arno Camenisch, Dana Grigorcea und Stevan Paul, dessen Roman “Der große Glander” als Inspirationsquelle für die Rezepte der an diesem Abend gereichten Speisen dient.

Workshops (“Wie funktioniert Lesen”), Exkursionen sowie Angebote für Schüler, u.a. in Kooperation mit eljub – Europäische Jugendbegegnung erreichen unterschiedliche Zielgruppen. Die tägliche Berichterstattung über den ELit-Verlauf findet im Blog der Autorin Rasha Khayat (www.literaturhauseuropa.eu) und anschließend auf Okto.TV statt. Eine Matinee mit Lyrik und Jazz sorgt für den stimmigen Ausklang: Cornelia Travnicek liest aus ihrem Gedichtband “Parablüh”, musikalisch flankiert von Wolfgang Puschnig und Jon Sass.

Von: apa