Lesungen und Diskussionen finden ohne Publikum statt

Frankfurter Buchmesse anders als gewohnt

Mittwoch, 14. Oktober 2020 | 16:10 Uhr

Livestreams im Internet statt Menschenmassen zwischen Messeständen: Die Frankfurter Buchmesse hat am Mittwoch völlig anders als gewohnt begonnen. Wegen der Corona-Pandemie findet die 72. Ausgabe fast ausschließlich online statt. In den vergangenen Wochen wurden die vor Ort geplanten Veranstaltungen Stück für Stück zusammengestrichen. Das Programm für die Fachbesucher war von Anfang an nur in Form digitaler Konferenzen geplant.

Die Hallenausstellung – der Kern der Messe seit sieben Jahrzehnten – war Anfang September abgesagt worden, ebenso wie die Publikumstage am Wochenende. Auch Kanada hat seinen Ehrengast-Auftritt auf 2021 verschoben, der beliebte Gastland-Pavillon bleibt in diesem Jahr leer.

Das Veranstaltungsprogramm in der Festhalle war der letzte Rest reale Buchmesse – am Montag wurde auch das gekippt: Die Lesungen und Diskussionen finden nun ohne Publikum statt. Zuschauer können die Veranstaltungen im Internet verfolgen. Beim ersten Termin am Mittwoch waren Verena Keßler (“Die Gespenster von Demmin”) und Ijoma Mangold (“Der innere Stammtisch”) zu Gast.

Zur sogenannten Sonderausgabe 2020 haben sich laut Buchmesse 4.400 digitale Aussteller aus 110 Ländern angemeldet. 260 Stunden Programm mit 750 Sprechern werden online angeboten. Live erleben kann man Autoren bis zum Sonntag bei kleineren Veranstaltungen in der Innenstadt, die im Rahmen von “Bookfest City” und “Open Books” stattfinden. Die Buchmesse endet am Sonntag (18. Oktober) mit der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

(S E R V I C E – www.buchmesse.de)

Von: APA/dpa

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