Vierte Südtiroler Inklusionsgespräche

Freizeit auch für Menschen mit Behinderung

Montag, 28. September 2015 | 18:34 Uhr

Nals – Am Freitag fanden bereits zum vierten Mal die Südtiroler Inklusionsgespräche im Bildungshaus Lichtenburg in Zusammenarbeit mit Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt, People First, Caritas-Diözese Bozen Brixen, Autòs, Arbeitskreis Eltern Behinderter und der Lebenshilfe statt.
 
In diesem Jahr stand das Thema Freizeit im Mittelpunkt. Wie kann es gelingen Menschen mit Beeinträchtigung den  Zugang zu Freizeitaktivitäten im Südtiroler Vereinsleben zu erleichtern? war die zentrale Frage der Inklusionsgespräche 2015. „Viele Menschen mit Behinderungen werden noch immer aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt und verbringen ihre Freizeit isoliert“, betonte Hansjörg Elsler Vorsitzender des AEB, als Einführung zum Runden Tisch. Landesrätin Waltraud Deeg zeigte sich von den Beispielen inklusiver Freizeit beeindruckt. „Die Familienagentur hat 2015 rund 252 Kinder- und Jugendprogramme angeboten, davon waren 60 Projekte inklusiv. Im Vergleich zum Vorjahr war es nur 35“, freute sich Deeg und führte dies auf mehr Förderung zurück. Im neuen Gesetzt für Inklusion ist die Teilnahme am Vereinsleben für Menschen mit Behinderung verankert, wies Amtsdirektorin Luciana Fiocca hin.
 
Die Veranstaltung zeigte mit einem Markt der Möglichkeiten welche Freizeitangeboten es derzeit in Südtirol gibt. Zu Gast waren Vertreter der Musikkapelle Morter und Saltaus, die Theatergruppe Rasen mit Regisseur Julian Messner, Andreas Psaier und Georg Brosch vom SSV Fanclub Handball Brixen, der Jugendtreff Obermais mit Maximilian Elsler u.v.m.  Michael Hemm von der Lebenshilfe Bamberg hat es in seinem Referat auf den Punkt gebracht, „wenn es gelingt Gemeinsamkeiten zu finden, dann ist Inklusion nicht schwer“.

Von: ©mk

Bezirk: Burggrafenamt