Das Festival fällt in diesem Jahr ins Wasser

Frequency-Festival in St. Pölten abgesagt

Freitag, 16. Juli 2021 | 14:54 Uhr

Bis zuletzt haben die Veranstalter darum gekämpft, nun ist es aber fix: Das Frequency-Festival in St. Pölten wird heuer wie schon im Vorjahr abgesagt. Das von 19. bis 22. August geplante Event mit bis zu 50.000 jungen Besuchern täglich fällt der Ausbreitung der Deltavariante des Coronavirus zum Opfer. “Die Gesundheit von Besuchern und Bevölkerung geht vor”, erklärte die Stadt St. Pölten am Freitag.

Trotz “dem strengsten Covid-19-Konzept von ganz Österreich” sei die Absage nun “traurige Gewissheit”, hielt das Team um Festivalchef Harry Jenner in einer Aussendung fest. “Davon werden wir uns aber keinesfalls entmutigen lassen, sondern angestrengt weiterarbeiten, damit 2022 gemeinsam mit Euch und allen Besuchern endlich unser Jahr wird!” Informationen zu einem Tickettausch auf das kommende Jahr beziehungsweise einer Gutscheinregelung sollen in Kürze folgen.

Vonseiten der Stadt soll es eine ab 28. Juli geltende Verordnung geben, die mehrtägige Veranstaltungen auf indoor maximal 1.500 und outdoor maximal 3.000 Besucherinnen und Besucher beschränkt. Abseits davon werde die 3G-Regel fortgesetzt und sei die Erstellung eines Covid-Konzeptes notwendig. “Die Veranstalter benötigen Planungssicherheit, ein weiteres Zuwarten, ob der Bund eine Nachfolgeverordnung erlässt oder nicht, wäre unfair. Die Stadt St. Pölten steht für Fairness, Sicherheit und Zuverlässigkeit”, hieß es.

Von einem “verheerendem Signal für Impfwillige” sprach die Interessengemeinschaft Österreichische Veranstaltungswirtschaft (IGÖV) am Freitag. Junge Menschen hätten lange auf Festivals und Kulturevents gewartet. “Die Teilhabe am kulturellen Leben, der Besuch von Veranstaltungen und der Nachgastronomie sind für viele Menschen die Motivation, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen”, hieß es in einer Aussendung. Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) wiederum begrüßte die Absage und bezeichnete sie als “verantwortungsvolles Vorgehen”.

Für Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) ist die Situation “sehr bedauerlich”, die Entscheidung der lokalen Behörden sei aber zur Kenntnis zu nehmen. Vor allem habe das Frequency aufgrund seiner Größe und Dauer eine “Solostellung”. Von einem möglichen Dominoeffekt geht sie indes nicht aus. “Für den Rest des Kultursommers sehe ich aus heutiger Sicht keinen Grund zur Sorge.” Wichtig sei die konsequente Umsetzung der 3G-Regel sowie weiterer Präventionsmaßnahmen – “und dass sich so viele Menschen wie möglich impfen lassen”.

Weiterhin auf Schiene sei nach derzeitigem Stand das ebenfalls von Barracuda Music veranstaltete Nova Rock Encore am 11. September in Wiener Neustadt. Für das Eintagesfestival mit einer maximalen Kapazität von 20.000 Menschen würden andere Richtlinien gelten, zudem gebe es ein umfassendes Sicherheitskonzept mit 3G-Regel. Hier sind u.a. Künstler wie Seiler & Speer, Parov Stelar und Maneskin angekündigt.

(S E R V I C E – www.frequency.at; www.barracudamusic.at)

Von: apa

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