"Die Eucharistie will uns verwandeln in den Leib Christi"

Fronleichnam ist das Fest der Eucharistie

Sonntag, 07. Juni 2015 | 11:18 Uhr

Bozen – An Fronleichnam, dem Hochfest des Leibes und Blutes Christi, bezeugen die Katholiken ihren Glauben an die bleibende Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie unter den Gestalten von Brot und Wein.

Im Mittelpunkt des Fronleichnamsfestes steht das Geheimnis der Eucharistie, die Gegenwart Christi in der Gestalt von Brot und Wein. „Was dieses kleine Stückchen Brot, die weiße Hostie, bedeutet, hat Jesus selbst beim Letzten Abendmahl mit den Worten ,Nehmt, das ist mein Leib‘ ausgedrückt“, so Bischof Ivo Muser in seiner Predigt, in der er aufzeigte, dass es sich bei der Hostie keineswegs um ein bloßes Erinnerungsstück handelt, „sondern um Jesus selber, der in der unscheinbaren Gestalt des Brotes gegenwärtig ist“.

Fronleichnam als das Fest der Eucharistie, macht gleichzeitig aufmerksam, dass die Eucharistie Konsequenzen im Leben der Gläubigen haben muss. „Die Eucharistie will uns verwandeln in den Leib Christi. Wer wirklich in die Schule der Eucharistie geht, beginnt zu teilen: Brot, Zeit, Leben, Erfahrungen, Hoffnung, Glauben“, so der Bischof.

Nach der Eucharistiefeier folgte die traditionelle Fronleichnamsprozession, Bild des „wandernden Gottesvolks“, dessen Mitte Christus, das „Brot des Lebens“, ist. Die konsekrierte Hostie wird – allen sichtbar – in der Monstranz mitgeführt. „Wenn ich mit der Monstranz den Segen gebe – so Bischof Muser –, dann gilt er allen Menschen, denen, die in der Prozession mitgehen, und auch allen, die zuschauen oder zufällig vorbeikommen. Allen erbitte ich seinen Segen, der Stadt, dem Land, den Suchenden und den Glaubenden, den Liebenden und den Leidenden. Und immer neu bewegt mich das Wissen, dass wirklich der Herr selber da ist, mitten unter den Menschen, ihnen allen nahe, ob sie es wissen oder nicht. Fronleichnam, das ist für mich das Fest eines Gottes, der ganz bei uns Menschen ist und bleiben will.“

Von: ©mk

Bezirk: Bozen