Arbeitsgruppe Glaube und Homosexualität eingerichtet

Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

Montag, 16. Mai 2022 | 11:48 Uhr

Bozen – Pünktlich zum morgigen Internationalen Tag gegen Homophobie hat sich heute (16. Mai 2022) im Bozner Pastoralzentrum die von der Diözese Bozen-Brixen eingerichtete Arbeitsgruppe „Glaube & Homosexualität“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Erste Projekte wie eine Wanderausstellung und ein Videoprojekt hat die achtköpfige Gruppe bereits auf den Weg gebracht.

Die Diözese Bozen-Brixen hat eine Arbeitsgruppe zu Glaube und Homosexualität eingerichtet. Diese wird sich dafür engagieren, dass sich Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung in der Kirche beheimatet fühlen können. Der Arbeitskreis ist beim diözesanen Amt für Ehe und Familie angesiedelt. Amtsleiterin Johanna Brunner brachte die Zielsetzung auf den Punkt: „Es geht in unserer Arbeitsgruppe um ein gemeinsames Unterwegssein in den Fragen des Lebens und des Glaubens, bei dem spürbar und erfahrbar werden soll, dass Menschen auf ihrem manchmal schwierigen Lebensweg nicht allein sind.“

dzbz – Einige Mitglieder der Arbeitsgruppe (von links): Evi Atz, Anna Steinkeller, Johanna Brunner, Paolo Zambaldi, Toni Pramstaller

Die Arbeitsgruppe wendet sich an Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen, die sich im Glauben verbunden und der Kirche zugehörig fühlen oder in ihr Heimat finden möchten. Sie erarbeitet Initiativen und Angebote, um Menschen zu vernetzen und Begegnungsmomente im Glauben zu ermöglichen. Sie informiert und sensibilisiert für die Themen und die Lebensrealitäten homosexueller, intersexueller, transidenter gläubiger Menschen und ihrer Familien in der Diözese und will zum Abbau von Tabuisierung, Ausgrenzung und Diskriminierung beitragen.

Erste Projekte hat die achtköpfige Arbeitsgruppe bereits verwirklicht: eine Wanderausstellung sowie ein Videoprojekt. Die Wanderausstellung „Unsichtbar sichtbar – Gleichgeschlechtlich Liebende in der Kirche“ zeigt die Lebensgeschichten von queeren Menschen in Südtirol. Die Ausstellung will informieren, sensibilisieren und Gelegenheit bieten, über das Thema „Glaube und Homosexualität“ ins Gespräch zu kommen und Menschen zu vernetzen. Die lebensgroßen Figuren können von Pfarreien, Gruppen, Vereinen und interessierten Organisationen ausgeliehen werden. Partnerinnen und Partner des Ausstellungsprojektes sind der KVW Bezirk Bozen, die Arbeitsgemeinschaft der Jugenddienste (AGJD) und Südtirols Katholische Jugend (SKJ).

Ein weiteres Projekt der Arbeitsgruppe sind eine Serie von Videoclips, in denen Menschen quer durch alle Alters- und Sprachgruppen Antworten verschiedene Fragen zu Kirche und Sexualität geben. Die Videoclips wollen sensibilisieren und dem Thema Sichtbarkeit verleihen. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe: Johanna Brunner, Anna Steinkeller, Julia Leimstädtner, Evi Atz, Toni Pramstaller, Stefan Plattner, Pfarrer Ulrich Kössler und Kooperator Paolo Zambaldi.

Der Arbeitskreis „Glaube&Homosexualität“ trifft sich monatlich und ist dem diözesanen Amt für Ehe und Familie (0471/306 283, familie.famiglia@bz-bx.net) zugeordnet.

Interessierte Menschen sind jederzeit zur Mitarbeit eingeladen. Weitere Informationen gibt’s auf der Webseite www.bz-bx.net/de/homosexualitaet

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Gegen Ausgrenzung und Diskriminierung"


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DontbealooserbeaSchmuser
1 Monat 11 Tage

Die Kirche macht sich mal wieder lächerlich 😂
Entweder man glaubt an die Religion und handelt danach, oder eben nicht.
Wird das jetzt ein Wohlfühlverein?

Im 3. Buch Mose steht: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so ist das ein Greuel und beide sollten des Todes sterben.“ (3. Mose 20, 13)

Warum will man also unbedingt zu diesem Verein?

Vivien
Vivien
Neuling
1 Monat 10 Tage

Ich glaube an Gott, nicht an die Religion, ich glaube an seinen Sohn Jesus, der uns gesagt hat niemand ist von seinem Tisch ausgegrenzt und der der ohne Sünde ist soll den ersten Stein werfen. Das ist Grund genug für mich dem Verein beizutreten.
Endlich mal Menschen, die ihre Herzen öffnen. Es ist kein Greuel wenn Menschen lieben, Schwule, Lesben, sie tun mir nichts schlechtes an! Wohl aber Menschen, die andere verurteilen, ausnutzen, unterdrücken und meinen besser zu sein, nur weil sie nach außen hin eine weiße Weste tragen.

mondschein2021
mondschein2021
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Niemand ist zu verwerfen.

So ist das
1 Monat 10 Tage

Na ja zur Beruhigung der Gemüter setzt man mal eine Arbeitsgruppe ein, mehr passiert hier nicht, wenn man da an die offozielle Einstellung der katholischen Kirche oder besser gesagt des Vatikan denkt.

diskret
diskret
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Schon das wort schwule sol verboten werden . Gleichgeschlechtige sind das .
Diese erfundenen Religionen dort ist ein Mensch in mittel Punkt dann weis man alles .

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