Academy of St. Martin in the Fields aus London gastiert im Kursaal

“Glanzvoll und edel”

Montag, 14. September 2015 | 17:16 Uhr

Meran – Ein weiteres Highlight der Meraner Musikwochen: Das am 15. September im Kursaal angesetzte Konzert der Academy of St. Martin in the Fields aus London verweist auf die ersten Jahre des Festivals, als der Gründer dieses Klangkörpers, Sir Neville Marriner, in Meran an der Programmgestaltung beteiligt war und die Academy – fast schon als Orchester in Residence – zu den „Stammgästen“ des Festivals gehörte. Auch der Solist Daniel Hope war in Meran bereits an der Konzertplanung beteiligt: 2013 betreute der Violinist – als Artist in Residence – sechs Konzerte und stand an vier Tagen auf der Bühne. Auf dem Programm stehen an diesem Abend die  Sinfonie Nr. 45 in fis-Moll, Hob I:45 „ Abschiedssinfonie“ von Josef Haydn, das Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 in B-Dur, KV 207 von Wolfgang Amadeus Mozart, das Konzert für Violine und Streichorchester in d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy und die Serenade in E-Dur für Streichorchester, op. 22 von Antonín Dvorák. Das Konzert der 30. Ausgabe der Meraner Musikwochen beginnt um 20.30 Uhr.

Die Academy of St Martin in the Fields ist bekannt für ihren glanzvollen und edlen Klang. Von Sir Neville Marriner 1958 aus einer Gruppe führender Londoner Musiker gebildet, gab die Academy im November 1959 ihr erstes Konzert in der Kirche, der sie ihren Namen verdankt. Ursprünglich von Sir Neville als Konzertmeister geleitet, bleiben der akademische Geist und die Flexibilität des ursprünglich kleinen, dirigentenlosen Ensembles das Markenzeichen der Academy. Diese Tradition hält sich bis heute unter der Leitung des Violinvirtuosen Joshua Bell als Music Director. Mit über 500 Aufnahmen ist die Academy das Kammerorchester mit den meisten Aufnahmen weltweit. Seine erste Goldene Schallplatte erhielt das Orchester für seine 1969 entstandene Aufnahme von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Die Aufnahme desselben Werks mit Joshua Bell erreichte 2007 den ersten Platz in den Billboard Klassikcharts. Allein die von der Academy eingespielte Filmmusik zu „Amadeus“ erhielt 13 Goldene Schallplatten, und der ebenfalls von der Academy aufgenommene Soundtrack zu „Der Englische Patient“ wurde mit dem Academy Award in der Kategorie „Beste Musik“ ausgezeichnet. Im März 2013 brachten das Orchester und Joshua Bell unter dessen Leitung ihre erste Aufnahme bei Sony Classical heraus – Beethovens Vierte und Siebte Sinfonie. Im September 2014 erschienen die Einspielungen von Bachs Violinkonzerten mit Joshua Bell.

Der britische Geiger Daniel Hope ist weltweit berühmt für seine musikalische Vielseitigkeit und Kreativität. Daniel Hope ist Schüler des legendären Geigen-Pädagogen Zakhar Bron. Yehudi Menuhin lud Hope im Alter von elf Jahren ein, um mit ihm die Bartók-Duos für das deutsche Fernsehen aufzuführen. Es war der Beginn einer musikalischen Partnerschaft, in deren Verlauf die beiden mehr als 60 Konzerte gaben, darunter auch Menuhins letztes Konzert 1999 in Düsseldorf. Im April 2002 wurde Daniel Hope das jüngste Mitglied des legendären Beaux Arts Trio. Der Boston Globe bezeichnete diese Formation als „vielleicht stärkste in der Geschichte des Trios“. 2007 erhielt das Ensemble eine Grammy-Nominierung. Daniel Hopes Engagement für zeitgenössische Musik wird durch enge Kontakte zu bedeutenden Komponisten unterstrichen, wie zu Gubaidulina, HK Gruber, Kurtág, Müller-Wieland, Roxanna Panufnik, Penderecki, Schnittke, Turnage, Takemitsu und Huw Watkins, bei denen er Werke in Auftrag gab oder deren Kompositionen er uraufführte. Im März 2008 spielte Hope in Savannah mit dem Police-Schlagzeuger Stewart Copeland die Uraufführung von dessen „Celeste“ für Violine und Schlagzeug. Hope schreibt auch Konzept-Skripte und ist zudem ein gefragter Rundfunk- und Fernsehmoderator. Aus der engen Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Oscar-Preisträger Klaus Maria Brandauer ging eine Reihe erfolgreicher Projekte hervor, wie „War and Pieces“ und „Mozart unplugged“. Andere Veranstaltungen mit Texten und Musik von Hope waren „An Audience with Beethoven“ mit Mia Farrow sowie die Kombination aus Kammermusik und Gedichten aus dem Konzentrationslager Theresienstadt unter dem Titel „Forbidden Music“.

Infos & Tickets

Kartenbüro: Freiheitsstraße 29, Meran
Öffnungszeiten: täglich 9 – 13 |17 – 19 Uhr, sonntags geschlossen
Tel. 0473/49 60 30
E-Mail: office@meranofestival.com
www.meranofestival.com

Von: ©mk

Bezirk: Burggrafenamt