Erlbruchs "Die fürchterlichen Fünf" als Musical, multimedialeLive-Radioshow aber auch Klassiker wie "Die rote Zora"

Grazer Jugendtheater Next Liberty setzt 2018/19 stark auf Musik

Montag, 28. Mai 2018 | 13:10 Uhr

Mit dem Musical “Die fürchterlichen Fünf” nach Wolf Erlbruchs Bilderbuch eröffnet das Kinder- und Jugendtheater Next Liberty in Graz die Saison 2018/19. Mit starkem musikalischen Einschlag geht es bei den insgesamt acht neuen Produktionen weiter – u.a. mit dem Familienmusical “Wie William Shakespeare wurde” oder einer multimedialen Live-Radioshow”, schilderte Intendant Michael Schilhan am Montag.

“Es war eine sehr erfolgreiche und interessante Saison”, blickte Schilhan im Pressegespräch zurück. “Wir waren viel auf Reisen auf Bühnen in Österreich, Deutschland der Schweiz und Südtirol”, führte der Grazer Intendant aus. Die Auslastung steigt von Jahr zu Jahr: “Wir kratzen jetzt an der 90-Prozent-Marke”, wie Schilhan sagte. Die Produktionen seien erfolgreich gewesen und werden auch an anderen Theatern nachgespielt. Er führte das Schauspielhaus Düsseldorf und Bühnen in Berlin und London an.

Die neue Saison stehe unter keinem speziellen Motto, erläuterte Chefdramaturgin Dagmar Stehring. Man möchte das Publikum dazu einladen zu entdecken, was hinter den unzähligen Meinungen, Behauptungen, Zuschreibungen, Vorbildern und -urteilen steckt und sich selbst ein Bild zu machen, wie Stehring ausführte. Wie sehr der erste Schein trügt, zeige beispielsweise das von Helge Stradner in Szene gesetzte Musical “Die fürchterlichen Fünf” (Premiere am 29.9.), in dem eine Kröte, Ratte, Spinne, Fledermaus und Hyäne vorführen, dass es nicht darum geht, wie man aussieht, sondern was man tut.

Gemeinsam mit dem Theater Ansicht in Wien steht ab dem 19. Oktober eine multimediale Radioshow am Programm. In dieser Produktion soll das junge Publikum durch Musik und Tanztheater (IYASA aus Simbabwe) einiges über die afrikanisch und österreichische Identität und Musikgeschichte erfahren.

Schilhan selbst inszeniert “Wie William Shakespeare wurde” als Familienmusical für die Bühne der Oper Graz. Maurizio Nobili übernahm die musikalische Leitung des Stückes, das in die Welt des Dichters in seinen Jugendjahren eintauchen lässt (ab 18.11.).

In “Ox und Esel” von Norbert Ebel geht es um die “Nebenfiguren” der Weihnachtsgeschichte. Es zählt laut Schilhan mittlerweile zu den meistgespielten Weihnachtsstücken und zeigt die Geschichte ab dem 1. Dezember aus einer anderen Perspektive.

Kein geringerer als Wolfgang Amadeus Mozart lädt in dem Stück “Herr Mozart wacht auf” nach dem Roman der Kölner Autorin Eva Baronsky dazu ein, unsere Gegenwart aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten (Uraufführung am 10. Jänner.) Mit “Die verlorene Ehre der Katharina Blum” nach der Erzählung von Heinrich Böll und der Bühnenbearbeitung von Kurt Helds Jugendbuchklassiker “Die rote Zora” wird der Reigen der neuen Stücke abgeschlossen.

( S E R V I C E – http://www.nextliberty.com. Besucher des Next Liberty fahren mit ihrem Eintrittsticket übrigens steiermarkweit gratis ins Theater und wieder nach Hause.)

Von: apa

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