Künstler stellte seine Modelle häufig sehr frei dar

Größte Picasso-Porträts-Schau seit 20 Jahren in Barcelona

Donnerstag, 16. März 2017 | 13:00 Uhr

Porträts hatten in der Kunst von Pablo Picasso einen hohen Stellenwert. Eine große Ausstellung im Museu Picasso in Barcelona, die am Freitag eröffnet wird, vereint nun 80 meisterhafte Bilder des weltberühmten Spaniers (1881-1973). Als Modelle dienten ihm größtenteils Verwandte, Freunde und Geliebte, darunter seine Muse Dora Maar, der Komponist Igor Strawinsky und der Schriftsteller Jean Cocteau.

“Picassos Motive waren fast immer persönliche Freunde oder Menschen, die seiner Familie nahestanden”, heißt es auf der Webseite des Museums. “Da er kaum ein Porträt auf Kommission malte, fühlte sich Picasso frei, seine Modelle so darzustellen und zu interpretieren, wie es ihm beliebte.”

Picasso experimentierte bei diesen Porträts nicht nur mit dem Kubismus, für den er heute so bekannt ist, sondern mit verschiedenen Stilen und Techniken. So finden sich auch Karikaturen unter den Porträts.

Die von Elizabeth Cowling kuratierte Schau “Picasso Porträts”, die bis zum 25. Juni geöffnet bleibt, entstand in Zusammenarbeit mit der National Portrait Gallery in London, in der sie von Oktober bis Februar bereits zu sehen war. Die Werke stammen aus zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen. Es handelt sich um die erste große Ausstellung mit dem Fokus auf Picassos Porträts seit über 20 Jahren: Zuletzt hatten das Museum of Modern Art in New York und das Grand Palais in Paris 1996 eine vergleichbare Schau präsentiert.

Von: APA/dpa

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