Erstmals Berufsmatura

Grußworte der drei Schullandesräte zum Schulschluss

Freitag, 12. Juni 2015 | 17:29 Uhr

Bozen – An einigen Schulen haben die Ferien schon begonnen, andere müssen sich noch bis zum 17. Juni gedulden. Zum ersten Mal finden in diesem Schuljahr auch an den Berufs- und Fachschulen Maturaprüfungen statt. Die drei Schullandesräte – Philipp Achammer, Christian Tommasini und Florian Mussner – ziehen Bilanz.

Mit dem 17. Juni beginnt an allen Südtiroler Schulen die unterrichtsfreie Zeit, an den meisten Schulen der Oberstufe war aber bereits heute der letzte Schultag. Viele Familien haben daher schon heute die Koffer gepackt und starten bald in den Urlaub, aber auch bei den Schülerinnen und Schülern, die noch einige – wenige – Schultage vor sich haben, macht sich schon Ferienstimmung breit. Wieder andere müssen noch eine letzte Hürde meistern und sich der Abschlussprüfung stellen.

Dank der zahlreichen Projekte und der Vereinbarungen mit den Branchenverbänden konnte Südtirols Schule ihre gesellschaftliche Offenheit und die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft einmal mehr unter Beweis stellen und weiter ausbauen. Erstmals haben in diesem Schuljahr auch die Schüler der Berufs- und Fachschulen die Möglichkeit, die Maturaprüfung abzulegen, wodurch sich neue Perspektiven und Chancen eröffnen.

"Gerade unser Modell der dualen Ausbildung ist inzwischen auf dem gesamten Staatsgebiet auf großes Interesse gestoßen, da es den Jugendlichen jene Kompetenzen vermittelt, die sie in der Arbeitswelt benötigen und den Einstieg ins Berufsleben erleichtert", erklärt in diesem Zusammenhang Philipp Achammer, Landesrat für Deutsche Bildung, Kultur und Integration, "dank der Berufsmatura, die nach einer langwierigen und schwierigen Vorbereitungsphase dieses Jahr zum ersten Mal angeboten wird, ist nun auch für die Absolventen der Berufs- und Fachschulen der Weg nach oben offen. Allen Schülerinnen und Schülern, die sich derzeit auf die Abschlussprüfung vorbereiten, wünsche ich schon jetzt gutes Gelingen."

Der Landesrat für die italienische Schule, Christian Tommasini, fügt dem hinzu: "Auch im zu Ende gehenden Schuljahr haben in allen Schulstufen wieder viele Projekt zum Spracherwerb stattgefunden. Die Mehrsprachigkeit ist eine wichtige Säule unseres Schulsystems und sollte noch weiter ausgebaut werden. Weiter verbessern möchten wir zudem den Dienst der Berufsberatung für unsere Jugendlichen, damit alle Schülerinnen und Schüler jenen Ausbildungsweg finden, der den eigenen Neigungen am besten entspricht, und sie zugleich Informationen über die realen Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten."

Florian Mussner, der als Landesrat für die ladinischen Schulen zuständig ist, hebt die zahlreichen Initiativen hervor, die an Südtirols Schulen angeboten werden: "Die didaktische Innovation und Förderung der sprachlichen Kompetenz zeichnet unser Schulsystem aus. Dank des Einsatzes der vielen engagierten Lehrkräfte, Direktoren und Verwaltungsangestellten kommt die Schule immer mehr den Bedürfnissen der Jugendlichen und der Gesellschaft entgegen. Auch ich wünsche allen, die in den nächsten Wochen zu einer Abschlussprüfung antreten, viel Erfolg und alles Gute für ihre Zukunft."

Insgesamt haben sich die Schülerzahlen gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert und liegen – bezogen auf alle drei Sprachgruppen – zusammengerechnet konstant bei ca. 91.000 Schülern.

45.929 Schüler besuchten eine Grund-, Mittel- oder Oberschule mit deutscher Unterrichtssprache, dazu kommen noch 4.168 Schüler an den gleichgestellten Schulen. 7.685 Schüler waren an den Berufs- und Fachschulen eingeschrieben.

Einen deutschsprachigen Kindergarten besuchten im zu Ende gehenden Jahr 11.978 Kinder.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen