Sommerliche Variante des Sprachaustausches

(H)austausch: Ein Sprachprojekt für Oberschüler

Donnerstag, 23. Juni 2016 | 18:02 Uhr

Bozen – Das Projekt “(s)cambio casa – (H)austausch“ bietet Oberschülerinnen und -schülern die Möglichkeit, in die Lebenswelt der anderen Sprachgruppe einzutauchen.

Ende Mai wurde das Projekt "(s)cambio casa (H)austausch" offiziell vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des Sprachprojekts "Voluntariat per les Llengües" für Jugendliche, das vom Amt für Zweisprachigkeit und Fremdsprachen des Landes unterstützt wird und speziell auf Schülerinnen und Schüler der Oberschulen zugeschnitten ist. Schülerinnen und Schüler der Bozner Gymnasien "Claudia de’ Medici" und "Maria Hueber" haben bereits im März erste vergleichbare Erfahrungen mit dem einem Sprachaustausch gesammelt und durch ihre Beiträge zur weiteren Verbesserung des Konzepts beigetragen.

"(s)cambio casa (H)austausch" kann als sommerliche Variante des Sprachaustausches verstanden werden. Daran teilnehmen können alle interessierten Schülerinnen und Schüler der deutschen und italienischen Oberschulen, die währen der Ferienzeit eine neue, stimulierende und unterhaltsame Herausforderung suchen: Das Projekt bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, eine Wochenende in einer Familie der jeweils anderen Sprachgruppe in Südtirol zu verbringen. Von Freitagabend bis Sonntag erhalten sie auf diese Weise einen hautnahen Einblick in das Familienleben, die Freundschaften, die Sprache und die Esskultur von Menschen, mit denen sie vorübergehend zusammenleben.

Im Vordergrund steht nicht nur das Lernen der Sprache, sondern auch das Zusammenleben zwischen den Volksgruppen. Sprache wird dabei nicht als Selbstzweck erlebt, sondern als ein Mittel, um neue Menschen kennenzulernen und eine neue Lebensrealität zu erfahren, aber auch um Freundschaften zu schließen, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und die Angst, sich in einer fremden Sprache ausdrücken zu müssen, zu überwinden. Gerade in einem Land mit mehreren Sprachen und Kulturen ist dies von grundlegender Bedeutung, um Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Ein Wochenende ist kurz genug, um keine größeren Unannehmlichkeiten zu schaffen (wenn kein eigenes Schlafzimmer vorhanden ist, kann der Schüler bzw. die Schülerin auch vorübergehend auf einer Couch, einer Matratze oder in einem Schlafsack übernachten) und trotzdem lange genug, um eine echte Beziehung aufzubauen.

Wer an der Initiative teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail (infovol.young@provincia.bz.it) melden und die eigenen Kontaktdaten angeben. Das Amt für Zweisprachigkeit und Fremdsprachen wird dann die Interessierten kontaktieren, die Anmeldungen entgegennehmen und den Kontakt zwischen Gästen und Gastfamilien herstellen. Nach der Bestätigung können die Familien direkt mit den Gästen in Kontakt treten, um ein Wochenende und die genaue Uhrzeit der Ankunft festzulegen. Die Familien der teilnehmenden Schülerinnen bzw. Schüler müssen diese zu den Gastfamilien begleiten und sie wieder dort abholen.  

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen