Festivalchef Karl Regensburger ist zufrieden

ImPulsTanz zu 97 Prozent ausgelastet

Donnerstag, 09. August 2018 | 14:50 Uhr

Am Sonntag geht ein hitziger Festival-Monat zu Ende – nicht nur angesichts der Temperaturen. Nach vier Wochen neigt sich das ImPulsTanz-Festival seinem Abschluss zu – mit einer voraussichtlichen Auslastung von 97 Prozent. Derzeit hält man bei 118.000 Besuchern, nach 157 Vorstellungen und 40.500 “besuchten Kurs-Einheiten”. “Sie sehen uns glücklich”, bilanzierte Festivalchef Karl Regensburger.

42 Compagnien steuerten zum heurigen Festivalprogramm 53 Produktionen bei – darunter 16 Uraufführungen. Wegen der großen Nachfrage mussten 20 Zusatzvorstellungen angesetzt werden. In den Theatern zählte man 30.000 Besucher, im Workshop-Headquarter Arsenal 17.000, insgesamt zahlten 73.000 und 45.000 kamen bei freiem Eintritt.

Durchwegs ausverkauft war die Kooperationsschiene mit dem mumok, als wahrer Publikumsmagnet erwies sich auch einmal mehr die Nachwuchsreihe 8:tension. Unter den acht jungen Choreografen, die dabei ihre Arbeiten gezeigt haben, wird zu Festivalschluss am kommenden Samstag auch noch der Young Choreographers Award vergeben – in einer Zeremonie im Kasino, die heuer von Dirk Stermann und Fritz Ostermayer moderiert wird. Die heurige Skulptur gestaltete Nestor Kovachev.

Die letzten Festivaltage haben noch einige Höhepunkte im Köcher – darunter ein zusätzliches “Selfie-Concert” von Ivo Dimchev, die Zusammenarbeit von Florentina Holzinger und Cecilia Bengolea für “Insect Train” sowie Xavier Le Roys “Sacre de Printemps” – und steuern mit der Abschlussparty “B-side” am Freitagabend im Kasino am Schwarzenbergplatz auch auf ihren sozialen Höhepunkt zu. “Insider kommen nicht vor 23 Uhr 30”, verriet Regensburger.

Insider – das kann bei ImPulsTanz eigentlich jeder sein. Nicht nur die 35 Dance-Web-Stipendiaten aus aller Welt, die so etwas wie die Kerngruppe der internationalen Festivalgemeine darstellen, nicht nur die Performer und Dozenten und Choreografen, sondern auch die Anfänger, Fortgeschrittenen und Semiprofis, die in Summe 6.500 Buchungen für Workshops im Arsenal getätigt haben.

26 Mal fanden sie auch offen bei freiem Eintritt im Anton-Benya-Park statt – und mussten trotz beinahe täglichem Regen zu dieser Uhrzeit kein einziges Mal abgesagt werden. “300 Quadratmeter Rutschfläche”, berichtete Workshop-Chef Rio Rutzinger, wurden von den Dozenten und Teilnehmern durchaus freudvoll angenommen. “Zum Schluss ist die Polizei nicht mehr gekommen, um zu bitten, dass wir leiser stellen, sondern um zuzuschauen”, so Rutzinger. “Und nächstes Jahr werden sie mitmachen”, so die Prophezeiung von Regensburger.

Von: apa