Muser: "Grund zur Freude

Innsbrucker Bischof: Ausschließlich positive Reaktionen auf Glettler

Mittwoch, 27. September 2017 | 16:35 Uhr

Hermann Glettlers Ernennung zum Innsbrucker Bischof hat am Mittwoch ausschließlich positive Reaktionen zur Folge gehabt – sowohl innerkirchlich, als auch vonseiten der Politik. Er kenne Glettler aus der gemeinsamen Zeit in Graz sehr gut und schätze ihn, betonte etwa Salzburgs Erzbischof Franz Lackner. Auch Caritas-Präsident Michael Landau und Tirols LH Günther Platter (ÖVP) zeigten sich angetan.

Über viele Jahre sei der künftige Innsbrucker Oberhirte “Pfarrer mit Engagement und Hingabe” gewesen, zudem auch ein “tiefgläubiger Priester, geprägt von einer großen Offenheit in Fragen Kunst, Kultur und Andersdenkenden gegenüber”, erklärte Lackner. Besonderer Dank gebühre auch dem Innsbrucker Administrator Jakob Bürgler, der die Diözese nach der Versetzung von Bischof Manfred Scheuer nach Linz fast zwei Jahre lang “bedacht geleitet und vertreten” habe.

Ähnlich äußerte sich der Feldkircher Bischof Benno Elbs, der Bürgler angesichts seiner eigenen Erfahrungen als Diözesanadministrator in Feldkirch “mit größtem Respekt” für die gute Zusammenarbeit dankte. Dem künftigen Oberhirten seiner östlichen Nachbardiözese bescheinigte Bischof Elbs eine “unverkennbar direkte Verbindung zu den Menschen”.

“Hermann Glettler ist stets offen und hellhörig für die Nöte der Menschen an den Rändern der Gesellschaft und des Lebens und zeichnet sich durch hohe Gesprächsfähigkeit und Dialogbereitschaft aus”, würdigte indes Landau den neuen Innsbrucker Bischof. Glettler sei einer, der “Menschen, auch Menschen anderer Kulturen und Religionen, aktiv auf Augenhöhe begegnet”, betonte Landau.

Die nach langem Warten erfolgte Bestellung Glettlers zum Bischof von Innsbruck ist auch für die Nachbardiözese Bozen-Brixen ein “Grund zur Freude”: Dies betonte der Südtiroler Bischof Ivo Muser am Mittwoch in seinem Glückwunschschreiben. Seinem künftigen Innsbrucker Amtskollegen wünschte Muser darin, er möge “Brückenbauer für alle Gesichter, Stimmen, Freuden, Sorgen und Charismen, die es in der Diözese Innsbruck gibt” sein.

Als ein “Zeichen der Öffnung”, gerade im Jahr des Reformationsjubiläums, hat der Superintendent der evangelischen Kirche in Salzburg und Tirol, Olivier Dantine, die Innsbrucker Bischofsernennung bezeichnet. In einem persönlichen Gratulationsbrief wird Glettler als “sozial engagierter Pfarrer, dessen Herz für das Engagement für Flüchtlinge und auch für die interreligiöse Begegnung schlägt”, gewürdigt.

Erfreut zeigte sich auch Tirols Landeshauptmann Platter. “22 Monate ohne Bischof haben die Tirolerinnen und Tiroler auf eine sehr harte Geduldsprobe gestellt. Diese Zeit des Wartens hat uns bewusst gemacht, wie sehr wir die Führungspersönlichkeit des Bischofs der Diözese Innsbruck in unserem Bundesland vermisst haben. Ich heiße Hermann Glettler herzlich als neues geistliches Oberhaupt von 400.000 Tirolerinnen und Tirolern willkommen”, sagte Platter, der den Steirer bereits im Landhaus empfing.

Auch Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer war angetan: “Das lange Warten hat nun ein Ende. Im Namen der Innsbrucker Bevölkerung heiße ich unseren neuen Bischof sehr herzlich in Innsbruck willkommen und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit. Ich wünsche ihm viel Kraft und Gottes Segen bei der Erfüllung seiner – gerade in der heutigen Zeit – nicht leichten Aufgabe”

Von: apa

Bezirk: Bozen