Diözese besteht seit den 1960-er Jahren

Innsbrucker Bischof: Glettler wäre fünfter Oberhirte

Freitag, 22. September 2017 | 13:15 Uhr

Der voraussichtlich neue Innsbrucker Bischof Hermann Glettler wäre der erst fünfte Oberhirte in der Geschichte der Diözese. Diese besteht seit den 1960er-Jahren und umfasst derzeit rund 385.000 Katholiken. Seit Anfang 2016 wurde die Diözese übergangsweise von Diözesanadministrator Jakob Bürgler geleitet.

Geografisch gesehen ist die Diözese Innsbruck – wie das Bundesland Tirol – kein einheitliches Gebiet. Sie umfasst rund zwei Drittel des Gebietes von Nordtirol (vom Arlberg bis zum Ziller) sowie Osttirol. Die katholischen Pfarren im östlichen Teil Nordtirols gehören zur Erzdiözese Salzburg.

Aktuell leben in der Diözese mit 290 Pfarren und Seelsorgestellen rund 385.000 Katholiken. 2004 hat man sich für die Einrichtung von Seelsorgeräumen, in denen mehrere Pfarren zusammenarbeiten, entschieden. Von den geplanten 75 Seelsorgeräumen sind laut Kathpress knapp 90 Prozent bereits errichtet.

1964 erhob Papst Paul VI. die Apostolische Administratur zur Diözese Innsbruck und ernannte Paulus Rusch zum ersten Bischof von Innsbruck. Gleichzeitig entstand in Südtirol die Diözese Bozen-Brixen, die nun auch die ehemals Trienter Gebiete Südtirols umfasste. Vier Jahre später wurde 1968 das bis dahin zum Innsbrucker Diözesangebiet gehörende Vorarlberg abgetrennt und zur eigenständigen Diözese Feldkirch erhoben. Die kirchlichen wie politischen Bemühungen, das zur Erzdiözese Salzburg gehörende Tiroler Unterland mit Innsbruck zu vereinigen, wurden nicht umgesetzt.

Auf Rusch folgte 1980 Reinhold Stecher im Bischofsstuhl, ab 1997 war der gebürtige Steirer Alois Kothgasser Diözesanbischof von Innsbruck. Von 2003 bis Jahresbeginn 2016 stand der aus Oberösterreich stammende Manfred Scheuer als Bischof der Tiroler Diözese vor. Seit dem Wechsel Scheuers nach Linz leitete Diözesanadministrator Jakob Bürgler übergangsweise die Diözese.

Von: apa

Bezirk: Bozen