Die Figur wurde durch de Waals gleichnamigen Roman berühmt

Jüdisches Museum erhielt “Hasen mit den Bernsteinaugen”

Mittwoch, 07. November 2018 | 12:45 Uhr

Der berühmte “Hase mit den Bernsteinaugen” – bekannt durch Edmund de Waals gleichnamigen Roman – ist wieder in Wien: Das Jüdische Museum erhielt die kleine, japanische Elfenbeinfigur neben 169 weiteren Netsukes von de Waal als langfristige Leihgabe. Im Gegenzug wurde der 54-Jährige Dienstagabend in Anwesenheit von Bundespräsident Alexander van der Bellen mit dem Max & Trude Berger-Preis geehrt.

Die 2016 erstmals verliehene Auszeichnung (damals an Hannah Lessing und Stefan Stolitzka) würdigt Menschen, die sich um das Jüdische Museum Wien verdient gemacht haben. Der Brite bezeichnete das Haus laut Aussendung nicht zuletzt als Beschützer seiner Familiengeschichte. Das Schicksal der jüdischen Ringstraßendynastie Ephrussi, welcher de Waal entstammt, skizzierte der Autor 2010 mit seinem Roman “Der Hase mit den Bernsteinaugen”. “Beschützer sind, wie wir wissen, kämpferisch und furchtlos, und sie sind auch willkommen heißend. Ich fühle mich gut, an diesem exzeptionellen Ort willkommen zu sein”, so de Waal.

Neben den 170 Netsukes, wie die kleinen japanischen Figuren genannt werden, übergab Edmund de Waal dem Jüdischen Museum auch das 1938 aus Wien gerettete Familienarchiv als Schenkung. Dieses Archiv soll neben den 170 Netsukes kommenden Herbst den Grundstock für die Ausstellung “Der Hase mit den Bernsteinaugen – Eine Zeitreise” bilden. Die übrigen 80 Netsukes der de-Waal-Sammlung werden versteigert, um mit dem Erlös Flüchtlinge zu unterstützen.

Von: apa

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