Schwerpunktthema war Flüchtlingsproblematik

Katholisches Forum: Erste Vorstandssitzung mit neuen Vorsitzenden

Freitag, 18. September 2015 | 08:50 Uhr

Bozen – Am Montag, 14. September traf sich der neue Vorstand des Katholischen Forum Südtirols, um sich mit aktuellen Fragen in Kirche und Gesellschaft auseinanderzusetzen. Das Katholische Forum möchte einen Beitrag zu Frieden und Entwicklung in Südtirol leisten. Als Schwerpunktthema wurde bei der Vorstandssitzung die momentan herrschende Flüchtlingsproblematik gewählt.

Das Katholische Forum ist der freiwillige Zusammenschluss von 15 Vereinen, Verbänden und Gruppen, welche die christliche Weltanschauung als Grundlage haben. Das Forum versteht sich als Netzwerk der Verbände und ist Ansprechpartner der Diözesanleitung in Fragen der Laienverbandsarbeit. Der regelmäßige Erfahrungs- und Informationsaustausch der Mitglieder soll die Zusammenarbeit fördern.

Seit einigen Monaten hat das Katholische Forum einen neuen Vorsitzenden und einen neuen Vorstand. Kurt Egger (Kolping) wurde bei der konstituierenden Sitzung im Juni 2015 zum neuen Vorsitzenden gewählt. Angelika Mitterrutzner (KFS) ist seine Stellvertreterin. In den Vorstand wurden außerdem Maria Kußtatscher (KVW), Rosmarie Karbon (kfb), Renate Stuffer (Arbeitsgemeinschaft der Religionslehrerinnen und Religionslehrer) und Giorgio Nesler (Jugenddienst Bozen) gewählt. Der geistliche Assistent Dr. Luis Gurndin wurde per Akklamation bestätigt.

Bei Vorstandssitzung am vergangenen Montag, 14. September, haben sich die Mitglieder neben verschiedenen gesellschaftlichen Themen auch mit der derzeitigen Flüchtlingsproblematik auseinandergesetzt.

„Als Vorstand des Katholischen Forums nehmen wir mit Erschrecken zur Kenntnis, mit welchen pseudochristlichen Argumenten sich Leute gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in kirchliche Strukturen wehren“, sagt Kurt Egger, Vorsitzender des Katholischen Forums. Im Hörerforum von Rai Südtirol kam es in letzter Zeit zu verschiedenen Wortmeldungen, die die Flüchtlingsproblematik betreffen. Diese will das Katholische Forum nicht unkommentiert lassen. „Argumente, wie jene, dass Muslime aufgrund ihrer Intoleranz gegen das Kreuz nicht in ein kirchliches Gebäude oder Kloster aufgenommen werden dürften, zeigen wenig Wirklichkeitssinn. Es scheint so, als fehle vielen das Verständnis für wesentliche Grundhaltungen – auch bei denen, die sich sonst als Vorkämpfer für die Erhaltung der christlichen Kultur verstehen“, so Egger.  Das Katholische Forum möchte die Gesellschaft dazu auffordern, dass wir Menschen in Not helfen und nicht hinterfragen, ob es Christen oder Muslime sind.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen