"Mein Kampf" wird kritisch analysiert

Kritische Ausgabe von “Mein Kampf” in Frankreich erschienen

Mittwoch, 02. Juni 2021 | 14:41 Uhr

In Frankreich ist nach rund zehnjähriger Arbeit “Mein Kampf” in einer kritischen Ausgabe erschienen. Auf dem Cover des rund 1.000 Seiten langen Werkes taucht weder der Name Adolf Hitler noch der Originaltitel auf. Der Pariser Verlag Fayard beschreibt seine an diesem Mittwoch im Handel erschienene Ausgabe von “Historiciser le mal” (dt: Das Übel historisieren) als ein Buch gegen die Kampf-und Propagandaschrift Hitlers.

Das Werk sei eine kritische Analyse, eine Dekonstruktion Zeile für Zeile des Buches, das leider eine der wichtigsten Quellen zum Verständnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts sei, ist auf der Internetseite von Fayard zu lesen. Bei der Veröffentlichung handelt es sich um die Neuübersetzung des Textes, der um einen umfangreichen kritischen Apparat und Notizen erweitert wurde. Die Ausgabe ist in Zusammenarbeit mit namhaften Historikern und Wissenschaftern entstanden sowie dem Münchner Institut für Zeitgeschichte, das bereits 2016 eine kritische Edition von “Mein Kampf” herausgegeben hat.

Die von Hitler verfasste antisemitische und rassistische Streitschrift erschien erstmals 1925/1926. Ab 1949 wurde der Nachdruck vom Freistaat Bayern verboten, bei dem die Urheberrechte bis zum 31. Dezember 2015 lagen. Seitdem sind in mehreren Ländern wissenschaftliche und editorische Ausgaben erschienen. Die Gewinne aus dem Verkauf der französischen Edition sollen der Stiftung Auschwitz-Birkenau zu Gute kommen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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4 Kommentare auf "Kritische Ausgabe von “Mein Kampf” in Frankreich erschienen"


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BIERMANN
BIERMANN
Grünschnabel
9 Tage 19 h

Die Franzosen haben die Deutschen schon immer kritisch betrachtet..😄

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
9 Tage 6 h

Hilter war Österreicher.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
9 Tage 5 h

Menschen, die die Naziverbrechen “brauchen”, um sich überlegen zu fühlen, gibt es. Vereinzelt auch hier im Forum.
Aber das Narrativ der “deutsch-französischen Erbfeindschaft” zieht nicht mehr. Die wachsende Bevölkerung mit Migrationshintergrund interessiert das nicht.
In manchen Ländern erleben Deutsche sehr peinliche Momente, wenn fröhliche Zurufe “Hitler was a good man” erschallen.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
9 Tage 19 h

Das ist ein trauriger Teil der Geschichte den niemand abstreiten kann !

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