Tagung „Culture meets Economy“ am 1. Juli an der EURAC

Kunst und Kultur als Entwicklungsmotor für den städtischen Raum

Mittwoch, 24. Juni 2015 | 15:11 Uhr

Bozen – Gewerbegebiete in Städten können attraktive Räume für Künstler und Kulturschaffende sein. Gleichzeitig können Kulturprojekte solche Gebiete sowohl für Unternehmer als auch für die Stadtbewohner aufwerten. Die neunte Ausgabe der Veranstaltungsreihe „Culture meets Economy“ widmet sich diesem Thema mit Beispielen und Erfahrungen von Architekten, Künstlern, Stadtplanern und Kulturschaffenden. Die Präsentation einer EURAC-Studie und eine Diskussionsrunde zum Entwicklungspotential der Industriezone Bozen Süd setzen einen lokalen Schwerpunkt. Die Tagung findet am 1. Juli ab 11.00 Uhr an der EURAC statt.

Albert Speer hat als Stadtplaner und Architekt seit den 1960er Jahren zahlreiche nationale und internationale Projekte umgesetzt, darunter einen Tourismus-Masterplan für das Königreich Nepal, die Realisierung des Diplomatenviertels in Riad/Saudi-Arabien, Entwicklungskonzepte für das Museumsufer in Frankfurt am Main sowie für die EXPO 2010 in Shanghai. An der EURAC spricht er im Rahmen von Culture meets Economy über „die Stadt von Morgen – Thesen der nachhaltigen Stadtplanung“.

Bei der diesjährigen Ausgabe der Tagung werden Faktoren und Bedingungen in Städten erörtert, die die Ansiedlung von Kunst- und Kulturschaffenden fördern. Es referieren und diskutieren Künstler, Stadtplaner, Unternehmer und Kulturschaffende, darunter der Unternehmer Giovanni Podini, der Bozner Gemeinderat Tobias Tobe Planer und der Künstler Hannes Egger aus Lana sowie der Direktor der Messe Bozen Reinhold Marsoner. Die Landesräte Philipp Achammer und Christian Tommasini werden im Rahmen eines kurzen Statements zum Thema Stellung nehmen.

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf der Diskussion rund um das Beispiel der Industriezone Bozen Süd und darauf, wie sich ein zunächst reiner Produktionsraum zu einem Möglichkeitsraum für Kunst, Kultur und Wirtschaft entwickeln kann und welches Entwicklungspotential Kunst und Kultur in Industriegebieten auslösen können. So stellt Harald Pechlaner, Leiter des EURAC-Instituts für Regionalentwicklung und Standortmanagement, erste Ergebnisse einer Studie zum „Kreativ-Hotspot Bozen Süd“ vor; im Anschluss daran gibt es einen Runden Tisch zu „Bozen Süd – ein Möglichkeitsraum für Kunst, Kultur und Wirtschaft“.

Veranstalter der Tagung sind das EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement, das Südtirol Jazzfestival Alto Adige und die Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse.  

Die Tagung findet in deutscher und italienischer Sprache statt, eine Simultanübersetzung ist vorgesehen. Die Teilnahme ist kostenlos, doch wird um Anmeldung innerhalb 28. Juni gebeten unter: tourism-events@eurac.edu

Um 14.30 Uhr findet im Rahmen der Tagung an der EURAC ein Jazzkonzert mit dem Gitarristen Chris Sharkey statt, um 18.00 Uhr spielt Matthew Bourne im Museion. Der Eintritt ist für Teilnehmer der Tagung kostenlos.

Von: ©lu