Die documenta steht kurz vor dem Start

Kurz vor Start der documenta über 54.000 Tickets verkauft

Montag, 13. Juni 2022 | 08:47 Uhr

Kurz vor der Eröffnung der documenta fifteen am Samstag in Kassel zeigen sich die Veranstalter zufrieden mit dem Vorverkauf. “Inzwischen sind wir bei einem Stand von über 54.000 verkauften Tickets, was erheblich mehr ist als zum selben Zeitpunkt 2017 bei der letzten documenta”, sagte Henriette Sölter, Sprecherin der documenta fifteen. Zum Vergleich: Vor der documenta 14 im Jahr 2017 waren es Sölter zufolge Mitte Mai 20.000 Tickets.

“Nach wie vor laufen die Vorbereitungen nach Plan und alle Beteiligten freuen sich sehr darauf, einander und den Gästen der documenta fifteen ab Samstag in Kassel zu begegnen, sich auszutauschen und gemeinsam lumbung zu praktizieren”, betonte Sölter. “lumbung” ist das indonesische Wort für eine gemeinschaftlich genutzte Reisscheune, in der die überschüssige Ernte zum Wohle der Gemeinschaft gelagert wird. Diese Tradition des Teilens will das aus Indonesien stammende Kuratorenteam Ruangrupa auf die Weltkunstausstellung in Kassel übertragen.

Die documenta gilt neben der Biennale in Venedig als wichtigste Präsentation von Gegenwartskunst. Die 15. Ausgabe findet vom 18. Juni bis 25. September in Kassel statt. Nach Vandalismus-Fällen im Vorfeld der documenta fifteen werden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. “Das seit über einem Jahr entwickelte Sicherheitskonzept der documenta fifteen berücksichtigt auch die aktuellen Vorfälle”, sagte Pressesprecherin Henriette Sölter. Das Personal werde gezielt auf entsprechende Hintergründe geschult. Zudem werde das Sicherheitspersonal an den Standorten aufgestockt.

Anfang Juni waren Unbekannte in den Ausstellungsraum des palästinensischen Künstler-Kollektivs “The Question of Funding” eingebrochen und hatten Schmierereien hinterlassen, die auf ein politisches Motiv hindeuten könnten. Das Kollektiv stand im Mittelpunkt der Antisemitismusdebatte um die Ausstellung, die seit Jahresbeginn geführt wird. Ein Bündnis hatte dem kuratierenden indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa vorgeworfen, dass auf der documenta auch Organisationen eingebunden seien, die den kulturellen Boykott Israels unterstützten oder antisemitisch seien, darunter “The Question of Funding”. Ruangrupa und andere Beteiligte wiesen die Anschuldigungen zurück.

(S E R V I C E – https://documenta-fifteen.de/)

Von: APA/dpa

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