Von Köln nach Südtirol

Leonie Radine neue Kuratorin am Museion in Bozen

Freitag, 24. Juni 2022 | 09:20 Uhr

Bozen – Leonie Radine verstärkt seit Juni 2022 als Kuratorin das Museion – Museum für zeitgenössische und moderne Kunst und wechselte vom Museum Ludwig in Köln nach Bozen in Südtirol.

Erste Schritte nach Italien machte sie jüngst als Assistenzkuratorin des Deutschen Pavillons bei der diesjährigen Biennale von Venedig. Nun hat sie sich permanent in Italien niedergelassen. Am Museion wird sie zusammen mit Direktor Bart van der Heide an der Konzeption und Weiterentwicklung der Sammlung arbeiten, in laufende Projekte einsteigen und eigene Ausstellungen im Laufe des kommenden Jahres vorstellen.

Bart van der Heide erklärt: „Mit Leonie Radine begrüßt das Museion eine Kuratorin mit bemerkenswerter Erfahrung in Ausstellungsgestaltung und institutioneller Praxis, sowie einem breiten internationalen Netzwerk, in seinem Team. Ihre Ernennung ist ein außergewöhnlicher Impuls für das Content-Team von Museion, das seine internationale Rolle weiter fördert und gleichzeitig ein neues ziviles Profil in Südtirol aufbaut. Man könnte sagen, dass Museion in Bezug auf seine Museumsjahren noch eine junge Institution ist. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit talentierten und visionären Menschen ein neues Kapitel in seiner Entwicklung einzuläuten.“

Leonie Radine hat in Marburg und Berlin Kunstgeschichte studiert. An den KW Institute for Contemporary Art in Berlin arbeitete sie von 2010 bis 2013 als kuratorische Assistentin von Susanne Pfeffer an Ausstellungen von Absalon, Wael Shawky oder Cyprien Gaillard. Von 2015 bis 2022 war sie am Museum Ludwig in Köln tätig, kuratierte dort unter anderem die Ausstellungen Transcorporealities und Hausbesuch und arbeitete zusammen mit Yilmaz Dziewior an Retrospektiven von Haegue Yang und Wade Guyton. 2018 kuratierte sie Flaka Halitis Ausstellung in der Nationalgalerie in Tirana. Als Assistenzkuratorin war sie mit Maria Eichhorns Beitrag für den Deutschen Pavillon auf der 59. Biennale in Venedig betraut.

„Bozen ist ein magischer Ort, und ich bin voller Vorfreude darauf, gemeinsam mit dem Team im MUSEION die Strukturen des Museums immer wieder neu zu denken – aus der Kraft der Kunst heraus, in interdisziplinären Kollektiven, divers, nachhaltig und poetisch. Gerade in diesen Zeiten massiver gesellschaftlicher, politischer und ökologischer Krisen ist ein verantwortungsbewusstes, nachhaltiges und umsichtiges Handeln von Museen als Orten transnationaler und sozialer Verständigung wichtiger denn je. Die Rolle von Kunst und Kultur ist essenziell, um uns auf neue Wege der Wissensproduktion und Erkenntnis zu führen und Gemeinschaft zu konstituieren“, betont Leonie Radine.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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