Rolando Villazon leitet ab 2019 die Mozartwochen

“Mozart lebt!”: Villazon mit großen Plänen für Mozartwochen

Freitag, 26. Januar 2018 | 14:50 Uhr

“Mozart lebt!”, schreibt Rolando Villazon als Leitgedanken über die Salzburger Mozartwochen der nächsten fünf Jahre. Bis 2023 übernimmt er die Intendanz des Festivals, bei dem künftig ausschließlich Musik von Mozart auf dem Programm stehen wird. Außerdem verdoppelt er die Zahl der Veranstaltungen, zu denen neben Konzerten auch szenische Produktionen, Tanz und weitere Formate gehören werden.

“Die Mozartwoche will und wird das weltweit beste Mozartfestival sein”, sagte der Präsident der Stiftung Mozarteum Johannes Honsig-Erlenburg heute, Freitag, bei der Programmpräsentation. Rolando Villazon krempelt dazu das Festival ordentlich um und plant für 2023 einen speziellen Abschluss. 2019 wird es bereits zahlreiche neue Kooperationen und so viele Veranstaltungsorte wie noch nie geben. “Die ganze Stadt soll Mozarts Geburtstag feiern”, wünscht sich Villazon. Für den 27. Jänner, den Geburtstag des Komponisten, hat er sich deshalb etwas besonderes überlegt. Zusammen mit Los Mariachis Negros wird er an verschiedenen öffentlichen Plätzen Salzburgs auftreten und wie in seiner Heimat Mexiko feiern.

Außerdem wird es abends eine Ballettgala im Salzburger Landestheater geben, das während der nächsten fünf Jahre ein fester Kooperationspartner bleiben wird. Auch einige Künstler möchte er in dieser Zeit eng an das Festival binden. Besonders wichtig werden die Pianisten Andras Schiff und Daniel Barenboim, so der Star-Tenor. Barenboim wird im nächsten Jahr in drei Konzerten alle Klaviertrios und -quartette Mozarts aufführen. Szenisch gibt es bei der Mozartwoche 2019 eine Weltpremiere, das Werk “T.H.A.M.O.S.”, eine Bearbeitung von Mozarts Schauspielmusik “Thamos, König in Ägypten”. Carlus Padrissa entwickelt dafür ein neues Stück aus der weniger bekannten Partitur des Komponisten.

Jede Mozartwoche soll neben dem reinen Mozart-Schwerpunkt noch einen weiteren Fokus bekommen. Im nächsten Jahr ist dieser auf die Chormusik gerichtet. Beim Eröffnungskonzert, das ebenfalls ein fixer Bestandteil jeder Mozartwoche werden soll, wird der Chor der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Riccardo Minasi sein Debüt beim Festival geben, und auch der Salzburger Bachchor ist im Programm vertreten. Die Wiener Philharmoniker werden auch unter Villazon wichtiger Bestandteil der Mozartwoche bleiben, allerdings soll dem Mozarteumorchester und der Camerata Salzburg zusätzlicher Platz eingeräumt werden. Ein besonderes Anliegen ist dem Intendanten auch die Förderung des Kinderorchesters. Kompositionen für Solisten und ein Instrument sind ein weiterer Schwerpunkt. So konnte beispielsweise Cecilia Bartoli für zwei Konzerte gewonnen werden.

Zu den ausgefalleneren Veranstaltungen gehören im nächsten Jahr außerdem ein Mozart Kabarett, Brieflesungen und ein kulinarischer Abend mit Speisen wie zu Mozarts Zeiten, den Starkoch Alfons Schubeck gestalten wird. Villazon selbst wird außerdem einige Künstlergespräche führen. Finanziert werden soll der vergrößerte Umfang der Veranstaltungen durch neue Partnerschaften. “Es ist eine finanzielle und strategische Herausforderung, aber wir haben keine Angst davor und werden sie gut umsetzen”, so Villazon.

Von: apa